







IAA TRANSPORTATION 2026
Dritter Tag der IAA TRANSPORTATION 2026: Das sind die Highlights am Donnerstag
Am Donnerstag, 17. September, geht die IAA TRANSPORTATION 2026 in ihren dritten Tag. Auf der Industry Stage stehen praktische Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz, E-Lkw, Ladeinfrastruktur und neuen Fahrzeugtechnologien im Mittelpunkt. Auf der prototype.club Stage beginnt der Hackathon. Darüber hinaus laden Test Drives, die Showtruckmeile und die Sonderausstellung zum 50-jährigen Jubiläum des International Truck of the Year dazu ein, Nutzfahrzeuge und ihre Entwicklung unmittelbar zu erleben. Und auch die Megawattlade-Demonstrationen laufen weiter.
Künstliche Intelligenz im Praxiseinsatz
Ab Donnerstag ist die Main Stage in Halle 18 geschlossen. Das Programm auf der Industry Stage in Halle 13 und auf der protype.Club Stage in Halle 12 beginnt um 9:30 Uhr mit einem McKinsey Morning Talk. Niklas Emlind, Head of Group Business Intelligence bei der Volvo Group, spricht mit Anders Suneson von McKinsey & Company über aktuelle Entwicklungen in der Nutzfahrzeugindustrie.
Ab 10:00 Uhr zeigen TIMOCOM und die Spedition Hovanec, wie künstliche Intelligenz Disponentinnen und Disponenten bei der Frachtvergabe unterstützen kann. Ein KI-basierter Verhandlungsassistent übernimmt wiederkehrende Kommunikation, strukturiert Angebote und begleitet Preisverhandlungen – während die Entscheidung weiterhin beim Menschen bleibt.
Um 12:00 Uhr widmet sich das Transport Forum des HUSS-VERLAGS der Frage, welchen konkreten Nutzen KI für die Transportbranche hat. Vertreterinnen und Vertreter von Volvo Group Trucks Technology, Geotab, Webfleet und BPW diskutieren Anwendungen in Disposition, Flottenmanagement und Industrie. Im Mittelpunkt steht dabei, welche Lösungen im Alltag bereits funktionieren, wo Grenzen bestehen und welche Rolle der verantwortungsvolle Umgang mit Daten spielt.
E-Lkw und Ladeinfrastruktur im Realitätscheck
Wie gut Elektro-Lkw bereits im täglichen Logistikbetrieb funktionieren, zeigt das Panel zur E-Truck Tour Germany ab 11:00 Uhr. Die Teilnehmenden berichten über ihre Erfahrungen mit Fahrverhalten, Verbrauch und Reichweite sowie mit Lade- und Tourenplanung. Auch Lastmanagement, Lenk- und Ruhezeiten und die noch bestehenden infrastrukturellen Herausforderungen werden thematisiert.
Ab 14:00 Uhr präsentiert Kempower Erkenntnisse aus dem realen Betrieb von Elektro-Lkw in Depots, Logistikzentren und an öffentlichen Ladestationen. Reale Ladedaten zeigen, wie weit die Elektrifizierung bereits fortgeschritten ist und welche Bedeutung das Megawattladen in den kommenden Jahren gewinnen wird.
Neue Lösungen für Anhänger und Nutzfahrzeuge
Wie intelligente Systeme die Sicherheit von Anhängern verbessern können, zeigen ZF und Fahrzeugbau KEMPF ab 15:00 Uhr. Das Intelligent Electronic Braking System iEBS verbindet kontrolliertes Bremsen, aktive Sicherheit und vernetzte Funktionen. Damit schafft es zugleich Voraussetzungen für automatisiertes Fahren, Elektrifizierung und softwaredefinierte Nutzfahrzeuge.
Eine weitere Session widmet sich ab 16:00 Uhr der fahrzeugintegrierten Photovoltaik. Vertreterinnen und Vertreter von Kässbohrer, IM Efficiency, OPES Solar Mobility und Fraunhofer ISE zeigen, wie Solarmodule auf Lkw, Bussen und Transportern Kraftstoffverbrauch und Emissionen reduzieren können. Diskutiert werden Erfahrungen aus Pilotprojekten und Serieneinsätzen, technische Herausforderungen, regulatorische Rahmenbedingungen und die Wirtschaftlichkeit im Flottenbetrieb.
Den internationalen Blick auf die Transformation richtet PwC Strategy zum Abschluss des Bühnenprogramms ab 17:00 Uhr. Im Mittelpunkt steht der weltweite Wettbewerb um die Elektrifizierung des Lkw-Verkehrs.
Hackathon auf der prototype.club Stage
Auf der prototype.club Stage in Halle 12 startet um 10:00 Uhr der Hackathon. Von 11:00 bis 17:00 Uhr arbeiten die Teilnehmenden anschließend an neuen Lösungsansätzen für die Transport- und Logistikbranche. Dabei entwickeln Teams am IAA.prototype.club Stand in Halle 12 einen Tag lang Lösungen für softwaredefinierte Nutzfahrzeuge – konkret dafür, wie sich Geräte von Kunden sicher in die Plattform eines leichten Nutzfahrzeugs einbinden lassen. Von der Ladungsüberwachung bis zur Flottenoptimierung. Partner wie Bosch, Deloitte und digital.auto bringen die Challenge aus der Industrie mit und begleiten die Teams über den Tag; am Abend werden die besten Ergebnisse auf der Bühne vorgestellt und ausgezeichnet. Die Teilnahme ist kostenlos.
Das begleitende Bühnenprogramm nimmt konkrete Innovationsfelder in den Blick. Ab 13:00 Uhr stellt das Ferdinand-Steinbeis-Institut einen Bring-Your-Own-Device-Ansatz für softwaredefinierte Nutzfahrzeuge vor. Dieser soll die sichere Integration externer Kameras, Sensoren und intelligenter Geräte ermöglichen und Fahrzeuge zu flexibel erweiterbaren Plattformen machen.
Um 13:30 Uhr geht es um eine alltägliche Herausforderung für Fahrerinnen und Fahrer: die Suche nach freien Lkw-Parkplätzen. Aeternum entwickelt eine Lösung, die die Auslastung deutscher Autobahnraststätten bis zu acht Stunden im Voraus prognostiziert. Die Daten sollen künftig Telematikanbietern, Fahrzeugherstellern und Flotten zur Verfügung stehen. Ab 14:00 Uhr beschäftigt sich eine weitere Session mit dem Weg vom Prototyp zum marktreifen Produkt und der Frage, wie Vertrauen in neue Technologien entsteht.
Stage
Test Drives und historische Nutzfahrzeuge
Von 9:00 bis 18:00 Uhr können Besucherinnen und Besucher bei den Test Drives zahlreiche Nutzfahrzeuge wieder selbst erleben. Die Startpunkte befinden sich an den Hallen 11, 14/15 sowie 19/20.
Auch die Megawatt-Laden-Demonstrationen finden um 10:00 Uhr, 13:00 Uhr und 16:00 Uhr wieder im Test Drives Abfahrtsterminal in Halle 14/15 statt. Mit dabei sind weiterhin MAN, Milence, Daimler Truck und Scania.
Auf der Showtruckmeile vor Halle 26 warten außerdem wieder mehr als 20 historische Fahrzeuge von Marken wie Büssing, Hanomag, Henschel, MAN, Mercedes-Benz, Neoplan und Volvo. Historische Aufnahmen und Gespräche mit den Eigentümerinnen und Eigentümern geben zusätzliche Einblicke in die Geschichte der Fahrzeuge.
In Halle 22 zeichnet die Sonderausstellung zum 50-jährigen Jubiläum des International Truck of the Year die Entwicklung des modernen Lkw nach. Gezeigt werden 20 preisgekrönte Fahrzeuge aus fünf Jahrzehnten – darunter der älteste ausgestellte Gewinner aus dem Jahr 1979.

