







Shell und FAW Trucks testen neue Tauchkühlung für Batterien in Hybrid-Lkw
Bild: (c) Shell
Shell Lubricants und der chinesische Nutzfahrzeughersteller FAW Trucks haben gemeinsam ein Batteriepaket mit Tauchkühlung entwickelt und im Konzept-Lkw Shell Starship 3.0 Hybrid getestet. Die Technologie soll das Wärmemanagement von Nutzfahrzeugbatterien verbessern und dadurch deren Leistungsfähigkeit, Energieeffizienz und Lebensdauer erhöhen. Erste Testergebnisse sollen laut Shell auf eine um bis zu 32 Prozent längere Batterielebensdauer und eine Verbesserung der Energieeffizienz um 0,8 Prozent hindeuten. Ein Einsatz in künftigen Hybrid-Nutzfahrzeugen von FAW Trucks wird derzeit geprüft.
Shell Lubricants und der chinesische Nutzfahrzeughersteller FAW Trucks haben gemeinsam ein Batteriepaket mit Tauchkühlung entwickelt und im Konzept-Lkw Shell Starship 3.0 Hybrid getestet. Die Technologie soll das Wärmemanagement von Nutzfahrzeugbatterien verbessern und dadurch deren Leistungsfähigkeit, Energieeffizienz und Lebensdauer erhöhen. Erste Testergebnisse sollen laut Shell auf eine um bis zu 32 Prozent längere Batterielebensdauer und eine Verbesserung der Energieeffizienz um 0,8 Prozent hindeuten. Ein Einsatz in künftigen Hybrid-Nutzfahrzeugen von FAW Trucks wird derzeit geprüft.

Tauchkühlung ermöglicht direkten Kontakt mit Batteriezellen
Im Mittelpunkt der Entwicklung soll ein Batteriepaket stehen, bei dem die Zellen direkt von einer elektrisch isolierenden Kühlflüssigkeit umgeben werden. Anders als bei konventionellen Kühlsystemen, die Batterien häufig über Kühlplatten an ihrer Unterseite temperieren, soll die sogenannte Immersionskühlung einen Wärmeaustausch über eine größere Oberfläche ermöglichen.
Dadurch soll die entstehende Wärme effizienter abgeführt und eine gleichmäßigere Temperaturverteilung innerhalb der Batterie erreicht werden. Insbesondere bei hohen Lade- und Entladeleistungen, wie sie im schweren Nutzfahrzeugverkehr auftreten, könnte dies die thermische Belastung der Batteriezellen reduzieren und ihre Leistungsfähigkeit langfristig erhalten.
Erste Tests zeigen Verbesserungen bei Leistung und Effizienz
Das gemeinsam entwickelte Batteriesystem durchlief zunächst branchenübliche Prüfverfahren und wurde anschließend in den Shell Starship 3.0 Hybrid integriert. Dort untersuchten die Projektpartner seine Leistungsfähigkeit unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen, darunter längere Phasen mit hohen Lade- und Entladeleistungen.
Nach Angaben von Shell und FAW Trucks weisen die bisherigen Ergebnisse auf eine um bis zu 98 Prozent höhere maximale Steigfähigkeit des Fahrzeugs hin. Darüber hinaus wurde eine Verbesserung der Energieeffizienz auf Fahrzeugebene um 0,8 Prozent ermittelt. Die mögliche Batterielebensdauer könnte sich den Untersuchungen zufolge um bis zu 32 Prozent erhöhen.
Die Ergebnisse sind allerdings noch vorläufig. Die endgültigen Leistungsdaten sollen erst nach Abschluss des Validierungsprozesses veröffentlicht werden.
Shell Starship 3.0 Hybrid dient als Technologieplattform
Der Shell Starship 3.0 Hybrid ist ein gemeinsam von Shell und FAW Trucks entwickeltes Demonstrationsfahrzeug, mit dem neue Technologien zur Verbesserung der Effizienz schwerer Nutzfahrzeuge untersucht werden.
Neben dem Batteriesystem mit Tauchkühlung soll die Plattform zur Erprobung von Schmierstofftechnologien und Komponenten für Hybridantriebe dienen. Ziel ist es, deren Auswirkungen auf Energieverbrauch, Fahrzeugleistung und CO₂-Emissionen unter realitätsnahen Einsatzbedingungen zu bewerten.
Das Batteriepaket wurde erstmals 2025 vorgestellt und seitdem weiterentwickelt. Mit der Integration in den Shell Starship 3.0 Hybrid wurde ein weiterer Schritt in Richtung einer möglichen kommerziellen Anwendung erreicht.
Einsatz in künftigen Hybrid-Nutzfahrzeugen wird geprüft
FAW Trucks untersucht derzeit, ob sich das Batteriesystem mit Tauchkühlung künftig in seinen Hybrid-Nutzfahrzeugen einsetzen lässt. Shell will die Entwicklung entsprechender Kühlflüssigkeiten zugleich auf weitere Anwendungen im Nutzfahrzeugbereich ausweiten.