







MEILLER kombiniert Abroll- und Absetzkipper auf elektrischem Volvo FM Electric
Bild: (c) MEILLER
MEILLER hat für die Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten (GEKA) eine neue Aufbaulösung auf Basis eines batterieelektrischen Volvo FM Electric entwickelt. Das Fahrzeug kombiniert einen TECTRUM-Abrollkipper mit einem speziell angepassten TECTRIS-Absetzkipper und kann dadurch sowohl Abrollcontainer als auch Absetzmulden transportieren. Mit der Lösung ersetzt die GEKA zwei bislang eingesetzte Diesel-Lkw und kann unterschiedliche Transportaufgaben mit einem einzigen Elektrofahrzeug übernehmen.
MEILLER hat für die Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten (GEKA) eine neue Aufbaulösung auf Basis eines batterieelektrischen Volvo FM Electric entwickelt. Das Fahrzeug kombiniert einen TECTRUM-Abrollkipper mit einem speziell angepassten TECTRIS-Absetzkipper und kann dadurch sowohl Abrollcontainer als auch Absetzmulden transportieren. Mit der Lösung ersetzt die GEKA zwei bislang eingesetzte Diesel-Lkw und kann unterschiedliche Transportaufgaben mit einem einzigen Elektrofahrzeug übernehmen.
Zwei Aufbausysteme auf einem elektrischen Fahrgestell
Grundlage der Fahrzeuglösung ist ein Volvo FM Electric mit 6x2-Achskonfiguration. Darauf installiert MEILLER ein TECTRUM RS21.65 Hakengerät, das für die Aufnahme und den Transport von Abrollcontainern ausgelegt ist.
Ergänzt wird das System durch einen individuell angepassten TECTRIS AK14-MT Absetzkipper. Dieser wurde auf einem Aufnahmerahmen für Abrollkipper nach DIN 30722-1 und DIN 30722-2 montiert. Dadurch kann der komplette Absetzkipper ähnlich wie ein Abrollcontainer vom Hakengerät aufgenommen und wieder abgesetzt werden.
Für den Wechsel zwischen den beiden Einsatzarten wird somit kein zweites Fahrzeug benötigt. Stattdessen kann der Absetzkipper bei Bedarf abgestellt werden, sodass der Elektro-Lkw anschließend mit dem TECTRUM-Hakengerät reguläre Abrollcontainer transportieren kann.
Die erforderlichen Anpassungen am TECTRIS-Absetzkipper wurden vom MEILLER-Vertragspartner Wille Fahrzeugbau in Lüneburg umgesetzt.
Nach Angaben von MEILLER wurde das sogenannte Dual-Prinzip bereits bei anderen Fahrzeugen realisiert. Bei der GEKA kommt die Kombination der beiden Aufbausysteme nun erstmals auf einem batterieelektrischen Fahrgestell zum Einsatz.
Elektro-Lkw übernimmt unterschiedliche Entsorgungsaufgaben
Die GEKA setzt das Fahrzeug für verschiedene Transportaufgaben innerhalb und außerhalb ihres Werksgeländes ein.
Im innerbetrieblichen Verkehr wird hauptsächlich der TECTRIS-Absetzkipper verwendet. Damit transportiert das Unternehmen gereinigte Böden und Sande aus den Verbrennungs- und Entsorgungsanlagen zu Lagerplätzen oder Umschlagflächen.
Die einzelnen Transportstrecken betragen teilweise nur wenige hundert Meter, werden aufgrund der hohen Anzahl an Transporten jedoch regelmäßig zurückgelegt.
Nach Unternehmensangaben fallen jährlich rund 660 gefüllte Absetzbehälter mit jeweils acht bis neun Tonnen gereinigtem Material an. Daraus ergibt sich ein jährliches Transportaufkommen von etwa 5.280 bis 5.940 Tonnen.
Für längere Fahrten zu externen Entsorgungs- und Verwertungsbetrieben wird der TECTRIS-Absetzkipper vom Fahrzeug abgesetzt. Anschließend nutzt die GEKA das TECTRUM-Hakengerät für den Transport von Abrollcontainern.
Zu den transportierten Materialien gehören unter anderem Holz, Pappe, Verpackungsmaterial, Schrott und kontaminiertes Erdreich.
Elektromechanischer Nebenabtrieb versorgt beide Aufbauten
Für den Betrieb der beiden Aufbausysteme nutzt MEILLER den elektromechanischen Nebenabtrieb des Volvo FM Electric.
Dieser treibt eine Hydraulikpumpe an, über die sowohl das TECTRUM-Hakengerät als auch der TECTRIS-Absetzkipper betrieben werden können. Beide Aufbauten verfügen über separate Hydrauliköltanks und voneinander unabhängige Ölkreisläufe.
Die Steuerung erfolgt über zwei i.s.a.r.-control-3-Funkfernbedienungen von MEILLER. Jeweils eine Fernbedienung ist dem Abrollkipper beziehungsweise dem Absetzkipper zugeordnet.
Dadurch sollen die Fahrer die jeweiligen Aufbaufunktionen während der Rangier- und Verladearbeiten bedienen. Die gemeinsame Nutzung des elektrischen Nebenabtriebs soll den Betrieb beider Systeme ohne einen zusätzlichen Verbrennungsmotor für die Hydraulikversorgung ermöglichen.