FORVIA-Messestand mit Ausstellungsflächen und Besprechungsbereichen.FORVIA-Messestand mit Ausstellungsflächen und Besprechungsbereichen.FORVIA-Messestand mit Ausstellungsflächen und Besprechungsbereichen.FORVIA-Messestand mit Ausstellungsflächen und Besprechungsbereichen.FORVIA-Messestand mit Ausstellungsflächen und Besprechungsbereichen.FORVIA-Messestand mit Ausstellungsflächen und Besprechungsbereichen.FORVIA-Messestand mit Ausstellungsflächen und Besprechungsbereichen.FORVIA-Messestand mit Ausstellungsflächen und Besprechungsbereichen.

FORVIA will Nutzfahrzeuggeschäft bis 2030 deutlich ausbauen

Bild: (c) FORVIA

News
Beitrag vom 12. August, 2026

FORVIA will sein Geschäft mit Nutzfahrzeugen in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Auf der IAA TRANSPORTATION 2026 in Hannover präsentiert der Automobilzulieferer erstmals eine gemeinsame Nutzfahrzeugstrategie seiner fünf Business Groups. Im Mittelpunkt stehen Lösungen für Dekarbonisierung, Digitalisierung, Sicherheit und Kosteneffizienz.

FORVIA will sein Geschäft mit Nutzfahrzeugen in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Auf der IAA TRANSPORTATION 2026 in Hannover präsentiert der Automobilzulieferer erstmals eine gemeinsame Nutzfahrzeugstrategie seiner fünf Business Groups. Im Mittelpunkt stehen Lösungen für Dekarbonisierung, Digitalisierung, Sicherheit und Kosteneffizienz.

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Beitrag vom 12. August, 2026

Nutzfahrzeuggeschäft als Wachstumsfeld der IGNITE-Strategie

Das Nutzfahrzeugsegment gehört zu den zentralen Wachstumsfeldern der im Februar vorgestellten IGNITE-Strategie. Bis 2030 will FORVIA den Umsatz mit Nutzfahrzeugen verdoppeln. Derzeit entfallen nach Unternehmensangaben rund zwei Prozent des Gesamtumsatzes auf dieses Geschäft. Auch die Business Group Seating soll ihre Aktivitäten ausbauen und künftig rund zehn Prozent ihres Umsatzes mit Nutzfahrzeugen erzielen.

Damit will FORVIA sein Geschäft stärker über das Pkw-Segment hinaus diversifizieren. Das Unternehmen bündelt dafür unter anderem die Kompetenzen von FORVIA Faurecia und FORVIA HELLA. Auf der IAA Transportation zeigt der Zulieferer Technologien aus den Bereichen Elektronik, Sitze, Licht, Wasserstoffspeicherung und nachhaltige Materialien.

FORVIA-Batteriepaket in der Draufsicht vor weißem Hintergrund.
(c) FORIVIA

Radar und neue Elektronik für Nutzfahrzeuge

Zu den ausgestellten Technologien gehört ein speziell für Nutzfahrzeuge entwickeltes 77-GHz-Radarsystem. Es soll Fahrzeuge, Fußgänger und Fahrbahnbegrenzungen erkennen und sowohl Fahrerassistenzsysteme als auch höhere Automatisierungsstufen unterstützen.

Mit einem Intelligent Power Distribution Module (iPDM) zeigt FORVIA außerdem eine Lösung für künftige elektrische und elektronische Fahrzeugarchitekturen. Elektronische Sicherungen sollen eine kontinuierliche Überwachung der Energieversorgung ermöglichen und Fehler frühzeitig erkennen. Ergänzt wird das Elektronikportfolio durch intelligente Batteriesensoren, Hochvolt-Spannungswandler und das EnergyCore-Konzept.

Für die Überwachung von Fahrer und Insassen kombiniert FORVIA Kameras, Innenraumradar und Datenfusion in einem gemeinsamen System. Eine kamerabasierte Spiegelersatzlösung soll wiederum die Aerodynamik verbessern und gleichzeitig eine bessere Rundumsicht ermöglichen. Im Einstiegssegment stellt FORVIA gegenüber herkömmlichen Spiegeln Kostensenkungen von bis zu 20 Prozent in Aussicht.

Neue Sitz- und Lichtlösungen

Auch für den Fahrerarbeitsplatz zeigt FORVIA neue Lösungen. Ein elektrisch verstellbarer Sitz für schwere Nutzfahrzeuge kombiniert Komfortfunktionen mit einer softwarebasierten Architektur und einem integrierten Sicherheitsgurtsystem. Für den Fernverkehr wurde zudem ein Sitz mit verstellbarer Oberlehne entwickelt.

Bei der Innenraumbeleuchtung setzt der Zulieferer auf adaptive Systeme, die neben der klassischen Beleuchtung auch Kommunikations- und Sicherheitsfunktionen übernehmen können. Lichtbasierte Warnhinweise und Statusanzeigen sollen Informationen unmittelbar im Innenraum darstellen und gleichzeitig neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Fahrzeughersteller eröffnen.

FORVIA-Grafik mit einem violett leuchtenden Lichtband auf dunklem Hintergrund.
(c) FORIVIA

Wasserstoffspeicher für Lkw und Busse

Für Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge präsentiert FORVIA verschiedene Typ-IV-Wasserstoffspeicher. Für schwere Lkw sind unter anderem 700-bar-Systeme mit einem Volumen von 329 beziehungsweise 563 Litern vorgesehen. Der größere Speicher kann laut FORVIA 22,7 Kilogramm Wasserstoff pro Zylinder aufnehmen und ist für die Integration in den Fahrzeugrahmen von Fernverkehrs-Lkw ausgelegt.

Für Stadt-, Linien- und Reisebusse zeigt das Unternehmen außerdem einen 350-bar-Speicher mit 229 Litern Volumen und einer Speicherkapazität von 5,5 Kilogramm Wasserstoff.

Leichtere und recycelte Materialien für den Innenraum

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Leichtbau und Kreislaufwirtschaft. Das Schaumspritzgussverfahren Microject soll bei sichtbaren Polypropylen-Bauteilen Gewichtseinsparungen von bis zu 20 Prozent ermöglichen. Mit IniCycled zeigt die FORVIA-Tochter MATERI’ACT zudem ein Polypropylen-Rezyklat aus Post-Consumer-Abfällen.

Hinzu kommen naturfaserverstärkte Materialien der NAFILean-Familie. Modulare Innenraumlösungen sollen darüber hinaus Reparaturen und spätere Aufwertungen vereinfachen und damit die Kosten über den Lebenszyklus eines Fahrzeugs reduzieren.

FORVIA-Steuergerät mit freiliegender Leiterplatte und Anschlüssen.
(c) FORIVIA

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