Pressemitteilung
Megawatt-Laden begeistert auf IAA TRANSPORTATION 2026: Volle Aufladung von Lkws während der Ruhepause jetzt möglich
Daimler Truck, MAN Truck & Bus, Scania und Milence zeigen, wie schnell das Laden von E-Lkw künftig funktionieren kann – MCS-Schnellladen zentraler Baustein für weitere Skalierung der E-Mobilität – Bis 2030 werden europaweit rund 35.000 öffentlich zugängliche MCS-Schnellladepunkte benötigt
Wie schnell das Laden von batterieelektrischen Nutzfahrzeugen künftig funktionieren kann, zeigten Daimler Truck, MAN Truck & Bus und Scania gemeinsam mit dem Ladeinfrastrukturbetreiber Milence bei einer gemeinsamen Vorführung des Megawatt Charging Systems (MCS) am Pressetag der IAA TRANSPORTATION. Die Fahrzeugbatterien können während der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrer-Ruhezeiten von 30 bis 45 Minuten, wie sie bei Langstreckeneinsätzen anfallen, auf bis zu 80 Prozent oder vollständig aufgeladen werden. Mit dem MCS-Laden wird das Laden von E-Lkw insgesamt auf ein neues Leistungsniveau gehoben. Mit der Demonstration zeigten die beteiligten Unternehmen eindrucksvoll, wie schnell und unkompliziert das Laden von E-Lkw in Zukunft funktionieren kann.
Mit der Demonstration zeigt die Industrie aufs Neue, dass sie nicht nur bereits innovative, leistungsfähige klimaneutrale Nutzfahrzeuge produziert, sondern in allen Bereichen die Transformation hin zur E-Mobilität entschlossen vorantreibt.
Auf- und Ausbau der Ladeinfrastruktur entscheidend
„Megawattladen ist bereit für den realen Einsatz im elektrischen Straßengüterverkehr. Auf der IAA TRANSPORTATION demonstrieren wir herstellerübergreifendes Megawattladen und zeigen damit, dass die MCS-Technologie die nächste Phase des elektrischen Fernverkehrs einläutet. Jetzt muss Europa den Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang der wichtigen Güterverkehrskorridore beschleunigen und skalieren, damit die Technologie ihr volles Potenzial entfalten und den Übergang zu einem emissionsfreien Straßengüterverkehr vorantreiben kann“, so Anja van Niersen, Chief Executive Officer von Milence.
„Die MCS-Ladetechnologie ist der entscheidende Schlüssel für die Wirtschaftlichkeit und den flächendeckenden Durchbruch von batterieelektrischen Lkw im Fernverkehr. Mit Ladezeiten kürzer als die Lenkzeitpause des Fahrers sind mit dem MAN eTGX Tagesreichweiten von über 1.000 Kilometern in der gleichen Arbeitszeit wie mit einem Diesel-Lkw absolvierbar. Seit Juli verbaut MAN die MCS-Ladetechnologie bereits in Serie für Kunden, die sie frühzeitig einsetzen wollen. Indem VDA und Milence den IAA-Besuchern das Megawattladen in der Praxis näherbringen, leisten sie einen wichtigen Beitrag zum erfolgreichen Markthochlauf von MCS und zum Gelingen der umfassenden Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs“, sagt Jürgen Wagner, Senior Vice President Engineering Vehicle & External Engines, MAN Truck & Bus.
Stina Fagerman, President Mercedes-Benz Trucks Customer Region Europe bei Daimler Truck, betonte: „Die Transformation des Straßengüterverkehrs kann nur mit einer flächendeckenden und leistungsfähigen Ladeinfrastruktur gelingen. Mit dem eActros 600 zeigt Mercedes-Benz Trucks bereits heute, dass batterieelektrischer Fernverkehr praxistauglich ist und unsere Kunden im Alltag überzeugt. Deshalb begrüßen wir es sehr, dass der VDA gemeinsam mit Milence auf der IAA TRANSPORTATION auch die MCS-Technologie erlebbar macht, denn sie wird ein entscheidender Baustein für die weitere Skalierung der E-Mobilität im Fernverkehr sein.“
Lars Gustafsson, SVP and Head of Solutions Management bei Scania: „Der Übergang zum elektrischen Fernverkehr erfordert Ladelösungen, die Leistung, Sicherheit und zuverlässige Performance miteinander verbinden. Mit 1.000 Ampere und 750 kW als Ausgangspunkt hat MCS das Potenzial, im Zuge der technologischen Weiterentwicklung Ladeleistungen von über 3 MW zu erreichen. Scania gehört zu den ersten Lösungsanbietern, die die neuesten Anforderungen an die Cybersicherheit zwischen Fahrzeug und Ladegerät vollständig umgesetzt haben. Scanias fortschrittliche Batterietechnologie und aktive Kühlung ermöglichen zudem stabiles Laden sowohl bei heißen als auch bei kalten Bedingungen. Durch die Nutzung der Erfahrungen innerhalb der gesamten TRATON GROUP und den Einsatz eigener Software trägt Scania dazu bei, eine reibungslose Interoperabilität und eine zuverlässige Betriebsverfügbarkeit für die Kunden sicherzustellen.“
VDA-Geschäftsführer Jürgen Mindel machte deutlich: „Die Industrie geht beim Hochlauf der E-Mobilität im Nutzfahrzeugbereich in Vorleistung und zeigt, was heute bereits möglich ist. So auch Milence gemeinsam mit Daimler Truck, MAN Truck & Bus und Scania beim Praxistest des MCS-Schnellladens auf der IAA TRANSPORTATION. Jetzt muss die Politik nachziehen: Bis 2030 werden europaweit rund 35.000 öffentlich zugängliche MCS-Schnellladepunkte benötigt. Aktuell haben wir EU-weit gerade einmal 730 Ladepunkte mit einer Mindestleistung von mehr als 350 kW exklusiv für schwere Nutzfahrzeuge zur Verfügung. Deshalb müssen der Ausbau der Ladeinfrastruktur und der Stromnetze jetzt oberste Priorität haben.“
Die kürzlich vom Verband der Automobilindustrie veröffentlichte Pressemitteilung zum Bedarf der Lade- und Wasserstofftankinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge in Europa bis 2030 finden Sie hier.
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Ansprechpartnerin im VDA
Felicia Fullbrecht
IAA-Pressesprecherin