







IAA TRANSPORTATION Weekly | 40/2026
IVECO BUS, JSW Group, QUANTRON
IVECO BUS steigt mit eFLEXY in Markt für elektrische Kompakt-Minibusse ein, JSW Group steigt mit AMPSTAR in Markt für elektrische Busse und Lkw ein und QUANTRON plant 2.000 emissionsfreie Lkw für Shaoxing bis 2030 - das sind unsere Top News in Woche 40 des Jahres 2026
IVECO BUS steigt mit eFLEXY in Markt für elektrische Kompakt-Minibusse ein, JSW Group steigt mit AMPSTAR in Markt für elektrische Busse und Lkw ein und QUANTRON plant 2.000 emissionsfreie Lkw für Shaoxing bis 2030 - das sind unsere Top News in Woche 40 des Jahres 2026

IVECO BUS erweitert sein Elektroportfolio um die neue Minibus-Baureihe eFLEXY. Die rund sechs Meter langen Fahrzeuge werden als eFLEXY City für den Stadtverkehr und als eFLEXY Line für Linien-, Shuttle- und Überlandeinsätze angeboten. Beide Varianten verfügen über einen 205-kW-Elektromotor und eine 110-kWh-Batterie und sollen mehr als 300 Kilometer Reichweite erreichen.
Geladen wird mit bis zu 22 kW AC oder 150 kW DC. An einer Schnellladestation soll die Batterie in weniger als einer Stunde auf bis zu 80 Prozent geladen werden können. Drei Fahrmodi und vier Rekuperationsstufen ermöglichen eine Anpassung an unterschiedliche Einsatzprofile. Der eFLEXY Line bietet Platz für bis zu 13 Fahrgäste und verfügt unter anderem über einen ebenen Fahrzeugboden und eine hydraulische Hebebühne für Rollstuhlfahrer.
Für das Flotten- und Lademanagement bindet IVECO BUS die Fahrzeuge in seine digitalen Dienste ein. Über IVECO ON lassen sich unter anderem Ladezustand, Reichweite und Batteriestatus überwachen sowie Ladevorgänge planen. Die ersten Fahrzeuge des eFLEXY City und eFLEXY Line sollen im ersten Quartal 2027 ausgeliefert werden.

Die indische JSW Grentech steigt mit der neuen Marke AMPSTAR in den Markt für elektrische Nutzfahrzeuge ein. Die Tochtergesellschaft JSW Greentech Limited plant batterieelektrische Busse mit sieben bis 18 Metern Länge sowie verschiedene Elektro-Lkw. Den Anfang macht eine 55-Tonnen-Sattelzugmaschine, weitere Modelle wie Kipper und Fahrzeuge mit festen Aufbauten sollen folgen. Je nach Anwendung sind Antriebsleistungen zwischen 150 und 500 kW vorgesehen.
Produziert werden die Fahrzeuge in einem neuen Werk in Chhatrapati Sambhajinagar im indischen Bundesstaat Maharashtra. Die rund 36 Hektar große Anlage soll eine jährliche Kapazität von 15.000 elektrischen Bussen und Lkw erreichen. JSW entwickelt nach eigenen Angaben wesentliche Teile von Antriebssteuerung, Software und Algorithmen selbst und passt die Fahrzeuge unter anderem mit einem doppelten Batteriekühlsystem an die klimatischen Bedingungen Indiens an.
Neben den Fahrzeugen will AMPSTAR ein umfassendes Ökosystem aus Ladeinfrastruktur, Finanzierung, Betriebslösungen und After-Sales-Services anbieten. Neben dem klassischen Kauf sind Leasing und Battery-as-a-Service (BaaS) vorgesehen. Konkrete Angaben zu Batteriegrößen, Reichweiten und Ladeleistungen der einzelnen Modelle hat JSW bislang nicht veröffentlicht.

QUANTRON will gemeinsam mit HyperView und der Riyue Group den Einsatz emissionsfreier Schwerlast-Lkw in China ausbauen. Ein neues strategisches Rahmenabkommen sieht die geplante Abnahme von 2.000 batterieelektrischen und wasserstoffbetriebenen Lkw für die Region Shaoxing bis 2030 vor. Perspektivisch sollen die Fahrzeuge auch mit autonomen Fahrfunktionen ausgestattet werden.
HyperView bringt dafür seine Technologie für intelligente Fahr- und Fahrerassistenzsysteme ein. Nach Unternehmensangaben sind die Systeme bereits in mehr als 30 Fahrzeugmodellen in Serie und wurden über eine Million Mal produziert. Über das kürzlich gegründete Joint Venture QUANTRON China soll die Technologie in die gemeinsame Nutzfahrzeugplattform integriert und international skaliert werden. Der Ausbau autonomer Funktionen soll abhängig von technischer Reife und regulatorischen Freigaben schrittweise erfolgen.
Die Riyue Group soll parallel eine auf Photovoltaik basierende Energie- und Ladeinfrastruktur in Shaoxing aufbauen und damit die Energieversorgung der Flotten unterstützen. Die Kooperation verbindet damit emissionsfreie Nutzfahrzeuge, automatisiertes Fahren und lokale Energieinfrastruktur zu einer gemeinsamen Plattform für den Schwerlastverkehr.