MAN, Finnland, U-Shift II

IAA TRANSPORTATION Weekly | 27/2026

MAN, Finnland, U-Shift II

News
Beitrag vom 30. Juni, 2026

MAN erreicht im NEFTON-Projekt erstmals 3.000 Ampere beim Megawattladen, Finnland setzt erstmals vollautonomen Roboterbus im öffentlichen Nahverkehr ein und Forschende mehrerer baden-württembergischer Einrichtungen haben  in Deutschlandmit U-Shift II ein modulares Fahrzeugkonzept für autonome Mobilität weiterentwickelt – das dsind die Top News der Woche 27 des Jahres 2026.

MAN erreicht im NEFTON-Projekt erstmals 3.000 Ampere beim Megawattladen, Finnland setzt erstmals vollautonomen Roboterbus im öffentlichen Nahverkehr ein und Forschende mehrerer baden-württembergischer Einrichtungen haben  in Deutschlandmit U-Shift II ein modulares Fahrzeugkonzept für autonome Mobilität weiterentwickelt – das dsind die Top News der Woche 27 des Jahres 2026.

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Beitrag vom 30. Juni, 2026
MAN Nefton Megawatt-Ladesystem vor einem Elektro-Lkw.
(c) MAN

Der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus hat im Forschungsprojekt NEFTON 3000 einen Meilenstein beim Megawattladen erreicht: Gemeinsam mit seinen Projektpartnern gelang erstmals ein stabiler Hochstrom-Ladepfad mit 3.000 Ampere im Zusammenspiel von Fahrzeug und Prüfstandsinfrastruktur. Die Tests an der Technischen Universität München und dem Fraunhofer ISE untersuchten unter anderem Thermomanagement, Kühlsysteme und Sicherheitsarchitektur für künftige Hochleistungsladesysteme.

Nach Angaben von MAN könnten batterieelektrische Lkw künftig in 10 bis 15 Minuten Energie für rund 400 Kilometer Reichweite nachladen. Dafür wurden im Projekt unter anderem flüssigkeitsgekühlte Kabel, Stecker und Schaltkomponenten für Ladeleistungen von bis zu drei Megawatt entwickelt. Bis zur Serienreife seien jedoch weitere Fortschritte bei Batteriezellen und Ladeinfrastruktur erforderlich. An NEFTON sind neben MAN unter anderem AVL, die TU München, das Fraunhofer ISE und weitere Forschungs- und Industriepartner beteiligt.

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Autonomer Shuttlebus fährt neben einer Straßenbahn auf verschneiter Straße.
(c) metaCCAZE

Im Rahmen des EU-Projekts metaCCAZE verkehrt seit dem 24. Juni 2026 in der finnischen Stadt Tampere erstmals ein vollständig fahrerloser Roboterbus im regulären Linienverkehr. Nach einer Testphase mit Sicherheitsfahrer übernimmt das Shuttle auf der Buslinie 301 nun den autonomen Betrieb und wird dabei kontinuierlich von einer Leitstelle aus fernüberwacht.

Der Bus ist vollständig in den öffentlichen Nahverkehr integriert und befördert bis zu zwölf Fahrgäste auf einer festen Route. Mithilfe verschiedener Sensoren erkennt das Fahrzeug Hindernisse und kann bei Bedarf selbstständig anhalten. Sicherheitsoperatoren überwachen den Betrieb in Echtzeit und können bei Bedarf eingreifen.

Mit dem Projekt wollen die Partner den Sicherheitsfahrer künftig durch zentrale Fernüberwachung ersetzen, sodass mehrere autonome Fahrzeuge gleichzeitig betreut werden können. Neben der Stadt Tampere und dem Verkehrsbetrieb Nysse sind REMOTED für die Fernüberwachung sowie die Tampere University für die wissenschaftliche Begleitung verantwortlich. Langfristig soll die Flotte um weitere automatisierte Fahrzeuge erweitert werden.

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Autonomes U-Shift Transportfahrzeug mit modularem Aufbau.
(c) U-Shift

Forschende mehrerer baden-württembergischer Einrichtungen haben mit U-Shift II ein modulares Fahrzeugkonzept für autonome Mobilität weiterentwickelt. Herzstück ist ein fahrerloses Driveboard, das selbstständig verschiedene Fahrzeugkapseln für den Personen- und Gütertransport oder mobile Dienstleistungen aufnehmen und wechseln kann. Ziel ist es, Fahrzeuge flexibler einzusetzen, Ressourcen zu sparen und die Auslastung zu erhöhen.

Das autonome Driveboard integriert Antrieb, Batterie, Lenkung sowie Steuerungs- und Energiesysteme. Nach dem Andocken erkennt die Software die jeweilige Kapsel automatisch und passt Fahrzeugfunktionen sowie Sensorik entsprechend an. Kameras, Radar- und Lasersensoren ermöglichen dabei präzise Navigation und automatisierte Rangiermanöver.

An dem Projekt arbeiten das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Universität Ulm sowie das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) zusammen. Das Land Baden-Württemberg fördert das Vorhaben mit zehn Millionen Euro, um die Grundlagen für zukünftige modulare Mobilitäts- und Logistiklösungen zu schaffen.

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