Ruta-E, dragonize, Weihenstephan, Delta Charge

IAA TRANSPORTATION Weekly | 26/2026

Ruta-E, dragonize, Weihenstephan, Delta Charge

News
Beitrag vom 24. Juni, 2026

Kolumbien startet ersten emissionsfreien Güterverkehrskorridor des Landes, dragonize setzt bei E-Truck-Ladenetz auf chargecloud als Technologiepartner und Weihenstephan und Delta Charge eröffnen batteriegestütztes Ladezentrum für Elektro-Lkw – das sind die Top News der Woche 26 des Jahres 2026.

Kolumbien startet ersten emissionsfreien Güterverkehrskorridor des Landes, dragonize setzt bei E-Truck-Ladenetz auf chargecloud als Technologiepartner und Weihenstephan und Delta Charge eröffnen batteriegestütztes Ladezentrum für Elektro-Lkw – das sind die Top News der Woche 26 des Jahres 2026.

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Beitrag vom 24. Juni, 2026
Mehrere Lastwagen stehen vor einer Industrieanlage.
(c) DrivetoZero

Kolumbien hat mit dem Projekt „Ruta-E: Clean Energy in Motion“ den ersten emissionsfreien Güterverkehrskorridor des Landes vorgestellt. Die 1.195 Kilometer lange Strecke verbindet Bogotá mit den Hafenstädten Barranquilla und Cartagena und soll die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs beschleunigen

Bis 2032 sollen mehr als 1.000 Elektro-Lkw auf dem Korridor eingesetzt werden. Dafür ist der Aufbau eines flächendeckenden Ladenetzes mit Ladepunkten in maximal 100 Kilometern Abstand geplant. Zu den Partnern gehören unter anderem DHL, TCC, BYD, Auteco Blue sowie verschiedene Energie- und Infrastrukturunternehmen.

Nach Angaben der Projektpartner könnten Elektro-Lkw bereits heute wirtschaftliche Vorteile gegenüber Diesel-Fahrzeugen bieten. Bis 2032 soll der Korridor jährlich mehr als 185.000 Tonnen CO₂ einsparen. Unterstützt wird das Vorhaben durch staatliche Fördermaßnahmen wie Steuervergünstigungen und Anreize für den Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Als Teil der internationalen Initiative „Global Green Road Corridors“ gilt Ruta-E als eines der größten Elektromobilitätsprojekte für den Schwerlastverkehr in Lateinamerika und soll als Vorbild für weitere emissionsfreie Transportkorridore dienen. 

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Elektro-Lkw lädt an einer Ladestation für Nutzfahrzeuge.
(c) Stellantis, Bold

Das Logistik-Ladeökosystem dragonize setzt beim Management seines Depotladenetzes künftig auf die Softwareplattform chargecloud OS. Die Lösung des Kölner E-Mobility-Unternehmens chargecloud übernimmt die Steuerung, Überwachung und Abrechnung der Ladepunkte und bildet damit das technologische Rückgrat des Netzwerks.

dragonize, entwickelt von der PamSun GmbH, einer Tochtergesellschaft der TST Gruppe, richtet sich speziell an Logistikunternehmen und deckt den gesamten Lebenszyklus von E-Truck-Ladeinfrastruktur ab – von Planung und Aufbau bis zum laufenden Betrieb. Als geschlossenes B2B-Netzwerk ermöglicht die Plattform die gemeinsame Nutzung privater und halböffentlicher Depotladestationen. Über das zentrale DepotOS werden Ladeplanung, Reservierungen, Routenmanagement, Monitoring und Abrechnung gebündelt.

Die technische Basis liefert das herstellerunabhängige Charge Point Management System (CPMS) von chargecloud. Es unterstützt die Autorisierung, Tarifierung und automatisierte Abrechnung von Ladevorgängen sowie die Anbindung unterschiedlicher Hardwareanbieter. Dank OCPP-2.0.1-Kompatibilität und Roaming-Anbindungen über Plattformen wie Hubject und Gireve soll die Lösung eine einfache Skalierung des Netzwerks ermöglichen. Ziel der Partnerschaft ist es, die Auslastung bestehender Ladeinfrastruktur zu erhöhen und den Ausbau von E-Lkw-Ladenetzen in der Logistikbranche zu beschleunigen.

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Elektrischer Kalmar Ottawa Terminal-Traktor von vorn auf einem Logistikhof.
(c) Kalmar

Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan und Delta Charge haben in Freising ein neues Lade- und Energiedepot für Elektro-Lkw in Betrieb genommen. Das integrierte System kombiniert Schnellladeinfrastruktur, Batteriespeicher und Photovoltaik und soll die Elektrifizierung der Logistikflotte vorantreiben.

Kern der Anlage sind zwei 150-kW-Schnellladestationen, die von einem modularen Batteriespeicher mit zunächst 125 kW Leistung und 257 kWh Kapazität versorgt werden. Mit wachsender E-Lkw-Flotte kann das System auf 375 kW und 771 kWh erweitert werden. Zusätzlich ist eine Photovoltaikanlage mit 380 kWp in das Energiemanagement eingebunden.

Ein KI-basiertes Energiemanagementsystem optimiert das Zusammenspiel von Solarstrom, Batteriespeicher und Ladeprozessen, um Netzbelastung und Energiekosten zu reduzieren. Nach Angaben der Projektpartner soll dadurch ein wirtschaftlicher Betrieb elektrischer Nutzfahrzeuge ermöglicht werden.

Das Projekt gilt als eines der ersten batteriegestützten Schnellladezentren für Elektro-Lkw im Brauereisektor und soll als Modell für weitere Logistik- und Industrieunternehmen dienen. Delta Charge plant, ähnliche Lösungen europaweit auszurollen und bis 2030 mehr als 300 Millionen Euro in Lade- und Speicherinfrastruktur für den Schwerlastverkehr zu investieren.

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