Mercedes-Benz Truck, SMATRICS, i-charging

IAA TRANSPORTATION Weekly | 24/2026

Mercedes-Benz Truck, SMATRICS, i-charging

News
Beitrag vom 10. Juni 2026

Mercedes-Benz Trucks erweitert E-Lkw-Portfolio um neue eActros Lowliner-Variante, SMATRICS startet E-Logistik-Netzwerk für gemeinschaftliche Depot-Ladeinfrastruktur und i-charging präsentiert 500-kW-Ladesystem für Pkw und Nutzfahrzeuge – das sind die Top News in Woche 24 des Jahres 2026. 

Mercedes-Benz Trucks erweitert E-Lkw-Portfolio um neue eActros Lowliner-Variante, SMATRICS startet E-Logistik-Netzwerk für gemeinschaftliche Depot-Ladeinfrastruktur und i-charging präsentiert 500-kW-Ladesystem für Pkw und Nutzfahrzeuge – das sind die Top News in Woche 24 des Jahres 2026. 

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Beitrag vom 10. Juni 2026
Autonomes Lkw-Fahrgestell in Industriehalle unter Scheinwerfern.
(c) Daimler Trucks

Mercedes-Benz Trucks erweitert seine elektrische Fernverkehrsbaureihe um den neuen Mercedes-Benz eActros Lowliner, der speziell für Volumentransporte mit Mega-Trailern entwickelt wurde. Bestellbar soll das Modell ab dem dritten Quartal 2026 sein, die Serienproduktion im Werk Wörth startet 2027. 

Der Lowliner basiert technisch auf dem eActros 600 und wird als 4x2-Sattelzugmaschine angeboten. Kunden können zwischen zwei LFP-Batterievarianten wählen: dem eActros 400 Lowliner mit 414 kWh und höherer Nutzlast von bis zu 24 Tonnen sowie dem eActros 600 Lowliner mit 621 kWh und einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern. 

Geladen wird serienmäßig über CCS2 mit bis zu 400 kW. Optional steht zudem das Megawatt Charging System (MCS) zur Verfügung. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent beträgt je nach Batteriegröße rund 46 bis 70 Minuten. 

Angetrieben wird der Lowliner von der elektrischen Antriebsachse mit zwei Elektromotoren, Vier-Gang-Getriebe sowie 400 kW Dauer- und 600 kW Spitzenleistung. Rekuperation und die vorausschauende Antriebssteuerung Predictive Powertrain Control sollen zusätzlich Effizienz und Reichweite im Fernverkehr optimieren. 

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Vier Männer stehen vor einem weißen Frigel Lkw.
(c) Smatrics

Der österreichische Ladeinfrastrukturanbieter SMATRICS hat mit dem „Depot Club“ ein Netzwerk zur gemeinsamen Nutzung von Depot-Ladeinfrastruktur für E-Lkw gestartet. Ziel ist es, Depotbetreiber und Logistikunternehmen zu vernetzen, die Auslastung bestehender Ladepunkte zu erhöhen und zusätzliche Lademöglichkeiten entlang wichtiger Transportkorridore bereitzustellen. 

Zum Start beteiligen sich die Hasenöhrl Bau GmbH und die Friedl GmbH, die ihre Ladeinfrastruktur an mehreren Standorten in Österreich für Netzwerkmitglieder öffnen. Eine Ausweitung auf weitere Standorte in Österreich und Deutschland ist bereits geplant. 

Das Konzept ermöglicht es Depotbetreibern, freie Ladefenster anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen und so zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Gleichzeitig erhalten E-Lkw-Flotten Zugang zu planbaren Ladepunkten entlang ihrer Routen, ohne selbst in neue Infrastruktur investieren zu müssen. Dadurch sollen Umwege, Doppelinvestitionen und isolierte „Ladesilos“ vermieden werden. 

Mit dem Depot Club will SMATRICS ein vernetztes Ladeökosystem schaffen, das sich an realen Transportströmen orientiert und die Wirtschaftlichkeit elektrischer Logistik verbessert. Langfristig soll das Netzwerk die Verfügbarkeit von E-Lkw-Ladeinfrastruktur erhöhen, den Markthochlauf batterieelektrischer Nutzfahrzeuge beschleunigen und insbesondere kleineren Logistikunternehmen über Charging-as-a-Service-Modelle den Einstieg in die Elektromobilität erleichtern. 

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Ladesäule am Straßenrand mit vorbeifahrenden Fahrzeugen.
(c) iCharging

Der portugiesische Ladeinfrastrukturanbieter i-charging hat mit dem neuen „Blueberry Cluster“ ein Hochleistungsladesystem vorgestellt, das sowohl für Elektro-Pkw als auch für schwere Nutzfahrzeuge ausgelegt ist. Die Lösung kombiniert hohe Ladeleistungen mit einer flexiblen Leistungssteuerung und soll insbesondere an stark frequentierten Verkehrskorridoren sowie in Logistik- und Flottenanwendungen zum Einsatz kommen.  

Das System bietet Ladeleistungen von bis zu 500 kW pro Ladepunkt für Pkw. Für schwere Elektro-Lkw kann die verfügbare Leistung dynamisch auf bis zu 600 kW pro Anschluss erhöht werden. Die gesamte installierte Leistung beträgt 1,2 MW und kann perspektivisch auf bis zu 8 MW erweitert werden. Damit soll die Anlage zu den leistungsstärksten derzeit verfügbaren Schnellladesystemen für gemischte Pkw- und Nutzfahrzeuganwendungen gehören.  

Ein zentrales Merkmal des Systems soll die intelligente Lastverteilung sein. Die verfügbare Leistung soll dynamisch zwischen den angeschlossenen Fahrzeugen verteilt werden, wodurch eine möglichst hohe Auslastung der Infrastruktur erreicht werden soll. Dies ist insbesondere für Logistikunternehmen interessant, die mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden müssen und dabei kurze Standzeiten benötigen. 

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