MAN, Scania & CATL

IAA TRANSPORTATION Weekly | 23/2026

MAN & Dettendorfer Energy, CATL, Scania

News
Beitrag vom 03. Juni 2026

Die neu gegründete „Initiative Grüner Brenner“ von MAN Truck & Bus, Dettendorfer Energy GmbH und weiteren Partnern will den Einsatz batterieelektrischer Lkw auf dem Brennerkorridor beschleunigen und die Route als Modellregion für emissionsfreie Logistik etablieren,  CATL startet Batteriewechselsystem für leichte E-Lkw in Südchina  und Scania demonstriert bidirektionales Megawatt-Laden für schwere Elektro-Lkw  - das sind unsere Top News in Woche 23 des Jahres 2026. 

Die neu gegründete „Initiative Grüner Brenner“ von MAN Truck & Bus, Dettendorfer Energy GmbH und weiteren Partnern will den Einsatz batterieelektrischer Lkw auf dem Brennerkorridor beschleunigen und die Route als Modellregion für emissionsfreie Logistik etablieren,  CATL startet Batteriewechselsystem für leichte E-Lkw in Südchina  und Scania demonstriert bidirektionales Megawatt-Laden für schwere Elektro-Lkw  - das sind unsere Top News in Woche 23 des Jahres 2026. 

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Beitrag vom 03. Juni 2026
Lkw fährt auf nasser Autobahn zwischen Bergen bei bewölktem Himmel.
(c) MAN

Die neu gegründete „Initiative Grüner Brenner“ von MAN Truck & Bus, Dettendorfer Energy GmbH und weiteren Partnern will den Einsatz batterieelektrischer Lkw auf dem Brennerkorridor beschleunigen und die Route als Modellregion für emissionsfreie Logistik etablieren. 

Nach Angaben der Initiative spart ein E-Lkw bei rund 110.000 Kilometern Jahresfahrleistung bis zu 95 Tonnen CO₂ pro Jahr. Bereits 300 täglich eingesetzte Elektro-Lkw könnten die Emissionen auf der Brennerroute um bis zu 28.000 Tonnen CO₂ jährlich reduzieren. Gleichzeitig verursachen E-Lkw bei der Beschleunigung rund 12,6 Dezibel weniger Lärm und werden subjektiv etwa halb so laut wahrgenommen wie Diesel-Fahrzeuge. 

Auch wirtschaftlich sehen die Partner Vorteile: Die Energiekosten sollen rund 40 Prozent unter denen eines Diesel-Lkw liegen. Durch Rekuperation können auf der bergigen Brennerstrecke bis zu 40 Prozent der eingesetzten Energie zurückgewonnen werden. Hinzu kommen derzeit rund 80 Prozent niedrigere Mautkosten für Elektro-Lkw. Insgesamt sollen die Gesamtbetriebskosten über drei Jahre etwa 20 Prozent unter vergleichbaren Diesel-Fahrzeugen liegen. 

Die Initiative versteht sich als Ergänzung zur Schiene und soll bereits vor der Fertigstellung des Brennerbasistunnels klimafreundlichere Transporte ermöglichen. Gleichzeitig soll das Projekt als Blaupause für weitere europäische Transportkorridore diene 

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CATL Logo über Reihen von Batterie-Symbolen auf Produktionslinie.
(c) CATL

Der Batteriekonzern CATL hat gemeinsam mit dem Logistikunternehmen DST das erste standardisierte Batteriewechselsystem für leichte Elektro-Lkw in Südchina gestartet. Das Projekt konzentriert sich auf die Greater Bay Area rund um Guangdong, Hongkong und Macau. Das Netz umfasst bereits 31 Batteriewechselstationen und soll bis Ende 2026 auf 140 Standorte wachsen. 

Die Infrastruktur wird künftig von einer Flotte von 5.000 leichten Elektro-Lkw genutzt und basiert auf CATLs Choco-SEB-Batteriewechselsystem. Die modularen Stationen sind sowohl für Pkw als auch für leichte Nutzfahrzeuge mit Radständen zwischen 2,7 und 3,75 Metern ausgelegt und unterstützen die Batterietypen 25# und 35#. 

Der vollautomatische Batteriewechsel soll in nur zwei Minuten erfolgen. Während die Batterie 25# ursprünglich für Pkw entwickelt wurde, wurde die Batterie 35# speziell für leichte Elektro-Lkw konzipiert. Mit dem Ausbau des Netzes will CATL die Elektrifizierung von Logistikflotten weiter beschleunigen und Batteriewechsel als Alternative zum konventionellen Laden im Nutzfahrzeugsegment etablieren. 

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Scania Elektro-Lkw lädt an Station mit angeschlossenem Kabel.
(c) Scania

Scania hat erstmals eine Vehicle-to-Grid-Anwendung (V2G) für schwere Elektro-Lkw auf Basis des neuen Megawatt Charging Systems (MCS) erfolgreich demonstriert. Dabei wurden Lade- und Entladeleistungen von bis zu 1.000 Ampere beziehungsweise 750 kW erreicht. Nach Angaben des Unternehmens zählt dies zu den weltweit ersten bidirektionalen Anwendungen des MCS-Standards im Schwerlastverkehr. 

Die Technologie ermöglicht eine Echtzeitkommunikation zwischen Fahrzeug, Ladeinfrastruktur und Energiemanagementsystemen, sodass Lade- und Entladevorgänge dynamisch an Transportaufgaben und Netzanforderungen angepasst werden können. Grundlage ist das Megawatt Charging System (MCS), das als neuer Industriestandard für das Schnellladen von Elektro-Lkw und Bussen gilt und langfristig Ladeleistungen von bis zu 3,75 MW ermöglichen soll. 

Besonders großes Potenzial sieht Scania beim Depotladen. Dort können abgestellte Fahrzeuge als mobile Energiespeicher genutzt werden und überschüssige Energie ins Stromnetz oder in die Standortinfrastruktur zurückspeisen. Die Kombination aus Megawatt-Laden, bidirektionalem Energiefluss und intelligentem Energiemanagement soll die Wirtschaftlichkeit elektrischer Nutzfahrzeugflotten weiter verbessern und zusätzliche Erlösquellen für Betreiber schaffen. 

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