DAF, ABB & Humble Robotics

IAA TRANSPORTATION Weekly | 20/2026

DAF, ABB & Humble

News
Beitrag vom 13. Mai 2026

DAF startet Serienproduktion der neuen XG Electric und XG+ Electric, ABB E-mobility präsentiert Megawatt-Ladesystem OM X-Series und US-Start-up Humble Robotics entwickelt autonomen Elektro-Truck ohne Fahrerhaus – das sind unsere Top News in Woche 20 des Jahres 2026. 

DAF startet Serienproduktion der neuen XG Electric und XG+ Electric, ABB E-mobility präsentiert Megawatt-Ladesystem OM X-Series und US-Start-up Humble Robotics entwickelt autonomen Elektro-Truck ohne Fahrerhaus – das sind unsere Top News in Woche 20 des Jahres 2026. 

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Beitrag vom 13. Mai 2026
Türkiser DAF Elektro-Lkw von Hellmold & Plank vor einem Lagergebäude.
(c) DAF

DAF Trucks hat die Serienproduktion der neuen DAF XG Electric und DAF XG+ Electric gestartet und erweitert damit sein Elektro-Portfolio um schwere Fernverkehrs-Lkw für den Langstreckeneinsatz. Die Fahrzeuge werden im niederländischen Eindhoven produziert. 

Die neuen Modelle basieren auf derselben Plattform wie XD und XF Electric und werden vom PACCAR-EX-D2-Elektroantrieb mit bis zu 350 kW Leistung und 2.400 Nm Drehmoment angetrieben. Je nach Konfiguration kommen drei bis fünf LFP-Batteriepacks zum Einsatz, wodurch Reichweiten von über 500 Kilometern möglich sein sollen. Mit optimierter Lade- und Einsatzplanung spricht DAF sogar von mehr als 1.000 elektrischen Kilometern pro Tag. 

Neben der Effizienz steht vor allem der Fahrerkomfort im Fokus. Die XG- und XG+-Kabinen bieten bis zu 12,5 Kubikmeter Innenraumvolumen, eine Stehhöhe von 2,2 Metern sowie breite Betten für den Fernverkehrseinsatz. 

Auch aerodynamisch wurden die Fahrzeuge optimiert: Eine geschwungene Frontscheibe, nahtlose Kabinenformen und spezielle Luftleitelemente sollen den Luftwiderstand senken und die Energieeffizienz weiter verbessern. 

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Reihe industrieller Ladestationen für Elektrofahrzeuge mit zentralem Strommodul.
(c) ABB

ABB E-mobility hat mit der OM X-Series eine neue Megawatt-Ladeplattform für elektrische Nutzfahrzeuge und Flotten vorgestellt. Die Lösung richtet sich an Logistikzentren, Bus- und Truck-Depots sowie öffentliche Schnelllade-Hubs mit hohem Energiebedarf. 

Das modulare System lässt sich laut ABB von 800 kW bis auf mehr als 10 MW Gesamtleistung skalieren und kann über 100 Ladepunkte an einem Standort versorgen. Die erste Ausbaustufe umfasst zwei 800-kW-Leistungsschränke mit Unterstützung für bis zu 24 Ladepunkte. Ein zentrales Lastmanagement verteilt die verfügbare Energie dynamisch auf Fahrzeuge und Ladepunkte, um Effizienz und Auslastung zu maximieren. 

Technologisch setzt ABB auf eine vollständig flüssigkeitsgekühlte Architektur. Leistungsmodule, Kabel und Kühlsysteme arbeiten mit Flüssigkühlung, um dauerhaft hohe Ladeleistungen bereitzustellen. Die eingesetzten Siliziumkarbid-Module sollen dabei Wirkungsgrade von über 98 Prozent erreichen. 

Die OM X-Series unterstützt CCS, NACS sowie das Megawatt Charging System (MCS) für schwere Elektro-Lkw. Die leistungsstärkste „Ultra“-Variante liefert bis zu 1.500 Ampere und ist speziell für den Fernverkehr ausgelegt. Ergänzt wird das System durch unterschiedliche Lade- und Dockinglösungen für Pkw-, Depot- und Flottenanwendungen. 

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Autonomer Elektro-Lkw fährt auf einer Landstraße.
(c) Humble Robotics

Humble Robotics entwickelt mit dem Humble Hauler ein neuartiges Konzept für den autonomen Güterverkehr. Statt einer klassischen Zugmaschine setzt das kalifornische Start-up auf eine vollständig autonome, elektrisch angetriebene Ladeplattform ohne Fahrerhaus. 

Der Humble Hauler ist als schwerer Class-8-Truck ausgelegt und soll zunächst in abgegrenzten Bereichen wie Häfen, Containerterminals, Lagerhäusern oder Güterbahnhöfen eingesetzt werden. Die Plattformarchitektur mit drei oder vier Achsen kann je nach Ausführung 20-, 40- oder 53-Fuß-Container transportieren. Auch Anwendungen mit Tankcontainern oder Betonmischern sind vorgesehen. Alternativ lässt sich der autonome Trailer auch von konventionellen Zugmaschinen ziehen. 

Für die autonome Steuerung kombiniert Humble Robotics Kameras, Radar und LiDAR mit KI-basierten „Vision-Language-Action“-Modellen. Diese sollen reale Verkehrssituationen analysieren und eigenständig Fahrentscheidungen treffen. 

Der vollelektrische Truck soll Reichweiten von rund 320 Kilometern und Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h erreichen. Hinter dem Start-up stehen ehemalige Mitarbeiter von Unternehmen wie Apple, Google, Tesla, Rivian und Uber. Erste fahrfähige Prototypen sollen noch 2026 in den Testbetrieb gehen. 

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