







IAA TRANSPORTATION Weekly | 18/2026
MAN, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Kia, Jungheinrich
MAN zeigt als erster europäischer Nutzfahrzeughersteller bidirektionales Laden beim Lkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge wertet den ID. Buzz auf, Kia stellt neue Karosserie- und Batterie-Variante des PV5 Cargo vor und Jungheinrich setzt bei Batterieentwicklung für Elektrostapler auf prädiktive KI-Modell – das sind die Top News in Woche 18 des Jahres 2026
MAN zeigt als erster europäischer Nutzfahrzeughersteller bidirektionales Laden beim Lkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge wertet den ID. Buzz auf, Kia stellt neue Karosserie- und Batterie-Variante des PV5 Cargo vor und Jungheinrich setzt bei Batterieentwicklung für Elektrostapler auf prädiktive KI-Modell – das sind die Top News in Woche 18 des Jahres 2026
- 1. MAN zeigt als erster europäischer Nutzfahrzeughersteller bidirektionales Laden beim Lkw
- 2. Volkswagen Nutzfahrzeuge wertet den ID. Buzz auf
- 3. Kia stellt neue Karosserie- und Batterie-Variante des PV5 Cargo vor
- 4. Jungheinrich setzt bei Batterieentwicklung für Elektrostapler auf prädiktive KI-Modelle

MAN Truck & Bus hat als erster europäischer Nutzfahrzeughersteller bidirektionales Laden mit einem E-Lkw unter realen Bedingungen demonstriert. Im Rahmen des Forschungsprojekts SPIRIT-E kam ein MAN eTGX mit 480 kWh Batteriekapazität zum Einsatz.
Im Fokus stehen drei Anwendungsszenarien: Vehicle-to-Site (V2S) und Vehicle-to-Vehicle (V2V) ermöglichen die direkte Nutzung von Strom am Standort oder zwischen Fahrzeugen, etwa zur Lastspitzenreduktion oder Eigenverbrauchsoptimierung. Mit Vehicle-to-Grid (V2G) kann der Lkw zusätzlich Energie ins öffentliche Netz zurückspeisen und so zur Netzstabilität beitragen.
Im Projekt wurden bereits konkrete Anwendungen umgesetzt – etwa die nächtliche Versorgung von Gebäuden durch eTrucks oder das Laden von Elektroautos aus der Lkw-Batterie.
Das Konsortium unter Leitung der Technischen Universität München vereint Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette, darunter Fraunhofer IEE, TenneT und Hubject. Ziel ist es, bidirektionale Lkw als integralen Bestandteil zukünftiger Energie- und Logistiksysteme zu etablieren.

Volkswagen Nutzfahrzeuge wertet den VW ID. Buzz zum Modelljahr 2026 umfassend auf und erweitert das Portfolio um eine neue Allradvariante.
Der ID. Buzz Pro 4MOTION übernimmt den GTX-Antrieb mit 250 kW Systemleistung und kombiniert einen zusätzlichen Frontmotor mit Heckantrieb. Neben mehr Traktion steigt auch die Anhängelast auf bis zu 1,8 Tonnen. Je nach Radstand kommen Batterien mit 79 kWh oder 86 kWh zum Einsatz.
Auch digital erhält das Modell ein Upgrade: Der neue Connected Travel Assist reagiert erstmals auf Ampeln und ermöglicht gemeinsam mit One-Pedal-Driving ein automatisches Abbremsen bis zum Stillstand. Ergänzt wird dies durch das Infotainmentsystem „Innovision“ mit integriertem App-Store sowie die Rückkehr physischer Lenkradtasten.
Zusätzlich hält eine Vehicle-to-Load-Funktion Einzug, über die externe Geräte mit bis zu 2,0 kW aus der Fahrzeugbatterie versorgt werden können.

Kia erweitert seine PBV-Modellpalette und bringt neue Varianten des Kia PV5 Cargo auf den Markt. Mit der Hochdachversion L2H2 und dem kompakten L1H1 deckt der Hersteller gezielt unterschiedliche Einsatzprofile von großvolumiger Logistik bis hin zu urbanen Lieferdiensten ab.
Die L2H2-Variante bietet mit über 5 m³ Ladevolumen deutlich mehr Kapazität und zusätzliche Funktionen wie einen Durchgang zum Laderaum sowie ein flexibles Airline-Schienensystem. Der kompaktere L1H1 richtet sich hingegen speziell an innerstädtische Anwendungen und bietet rund 4 m³ Ladevolumen.
Beide Modelle basieren auf der E-GMP.S-Plattform und sind mit drei Batterieoptionen (43,3 bis 71,2 kWh) erhältlich. Die Reichweite liegt je nach Variante bei bis zu 392 Kilometern, während AC-Laden mit bis zu 22 kW die Alltagstauglichkeit im europäischen Einsatz unterstützt.

Jungheinrich setzt bei der Entwicklung von Batterien für Elektrostapler künftig verstärkt auf Künstliche Intelligenz und kooperiert dazu mit Monolith.
Im Zentrum steht die Nutzung prädiktiver KI-Modelle, die auf Basis früher Batterietestdaten trainiert werden. Ziel ist es, Performancekennwerte frühzeitig vorherzusagen, Entwicklungsentscheidungen zu beschleunigen und den Umfang physischer Tests deutlich zu reduzieren.
Die im Entwicklungsprozess entstehenden umfangreichen Testdaten werden in die KI-gestützte Engineering-Plattform von Monolith integriert und dort analysiert. So können Ingenieure Batterietechnologien schneller bewerten und gezielter weiterentwickeln.
Mit diesem datengetriebenen Ansatz will Jungheinrich Entwicklungszeiten verkürzen, Kosten senken und gleichzeitig die Qualität und Effizienz seiner elektrischen Flurförderzeuge weiter steigern.