Bosch, STILL, Fraunhofer, Suncar & CEVA Logistics

IAA TRANSPORTATION Weekly | 13/2026

Bosch, STILL, Fraunhofer, Suncar & CEVA Logistics

News
Beitrag vom 25. März 2026

Bosch treibt alternative Antriebe für Nutzfahrzeuge voran, Suncar bringt fahrzeugseitige Megawatt-Ladeschnittstelle auf den Markt und CEVA Logistics startet Seetransport für gebrauchte E-Auto-Batterien  - das sind unsere Top News in Woche 13 des Jahres 2026. 

Bosch treibt alternative Antriebe für Nutzfahrzeuge voran, Suncar bringt fahrzeugseitige Megawatt-Ladeschnittstelle auf den Markt und CEVA Logistics startet Seetransport für gebrauchte E-Auto-Batterien  - das sind unsere Top News in Woche 13 des Jahres 2026. 

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Beitrag vom 25. März 2026
Ein technisches Bauteil liegt auf einer verpackten Palette im Lkw.
(c) Bosch

Bosch baut sein Portfolio für klimafreundliche Nutzfahrzeugantriebe aus und setzt parallel auf Wasserstoff-Brennstoffzellen und batterieelektrische Hochvolt-Systeme. 

Im Brennstoffzellenbereich umfasst das neue Portfolio Systeme mit 100 bis 300 kW Leistung. Die kompakte Variante FCPM C100 ist für Stadtbusse ausgelegt und lässt sich platzsparend auf dem Dach integrieren, während leistungsstärkere Versionen auch für Reisebusse und schwere Lkw vorgesehen sind. 

Ergänzend präsentiert Bosch einen 800-Volt-Elektroantrieb für schwere Anwendungen in Logistik und Industrie. Das System kombiniert den Elektromotor SMG230 mit einem SiC-Inverter und bietet bis zu 188 kW Dauerleistung sowie kurzzeitig 550 Nm Drehmoment. Gegenüber 400-Volt-Lösungen ermöglicht die 800-Volt-Technik eine höhere Leistungsdichte bei geringerem Gewicht. 

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Autonomer mobiler Roboter transportiert Waren an einem Industrietor.
(c) STILL

STILL hat mit dem AXL 15 iGo eine serienreife Lösung zur vollautomatisierten Lkw-Be- und Entladung vorgestellt. Der autonome Niederhubwagen arbeitet fahrzeugbasiert und kommt ohne zusätzliche Infrastruktur am Dock aus. 

Das System erreicht industrielle Leistung: Zwei Fahrzeuge können bis zu 30 Paletten in rund 35 Minuten bewegen, bei 1.500 kg Tragfähigkeit und bis zu 2 m/s Geschwindigkeit. 

Für die Navigation kombiniert der AXL 15 iGo 3D-Visual-SLAM außerhalb und LiDAR im Trailer, ergänzt durch Kameras und Sicherheitssensorik. Eine integrierte 3D-Palettenerkennung sowie automatische Sicherheitsstopps erhöhen Präzision und Betriebssicherheit. 

Die Lösung ist über VDA-5050-Schnittstellen und APIs in bestehende Logistiksysteme integrierbar und eignet sich besonders für standardisierte Palettenprozesse. STILL positioniert den AXL 15 iGo als wichtigen Schritt hin zur vollständig automatisierten Intralogistik. 

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Humanoider Roboter arbeitet an einer Karosserie in einer Fabrik.
(c) FraunhoferILM

Fraunhofer IML sieht in humanoiden Robotern ein vielversprechendes Zukunftsthema für die Logistik. Laut aktueller Studie könnten sie als flexible, universell einsetzbare Automatisierungslösung insbesondere dort unterstützen, wo klassische Systeme an ihre Grenzen stoßen – etwa bei komplexen, wenig standardisierten Prozessen. 

Der Markt befindet sich jedoch noch in einer frühen Entwicklungsphase: Rund 80 Systeme wurden identifiziert, viele zentrale Herausforderungen wie Robustheit, Sicherheit und Integration sind noch ungelöst. 

Trotzdem erwarten etwa 75 % der Unternehmen, dass humanoide Roboter innerhalb der nächsten zehn Jahre produktiv eingesetzt werden – vor allem als Ergänzung zum Menschen, etwa zur Bewältigung von Fachkräftemangel. 

Die Studie empfiehlt Pilotprojekte, offene Standards und stärkere Investitionen, um Einsatzszenarien zu erproben und Europas Wettbewerbsfähigkeit im Bereich autonomer Systeme zu sichern. 

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Ein SUNCAR-Steuergerät mit orangefarbener Abdeckung vor weißem Hintergrund.
(c) Suncar

Suncar bringt mit der MEGAFLOW1500 eine fahrzeugseitige Ladeschnittstelle für das Megawatt Charging System (MCS) auf den Markt und adressiert damit die Integration von Hochleistungsladetechnik direkt im Fahrzeug. 

Die modulare Lösung bündelt Lade-Inlet, Hochvolt-Schalttechnik, Sicherheits- sowie Kommunikationsfunktionen in einer Einheit und kann optional um einen MCS-Controller erweitert werden. Sie unterstützt Spannungen bis 1.000 Volt und Ströme bis 1.500 Ampere und ist für anspruchsvolle Einsatzbedingungen mit aktivem oder passivem Kühlsystem ausgelegt. 

Mit kompakten Abmessungen und industrietauglicher Auslegung (–40 bis +85 °C) richtet sich die Schnittstelle gezielt an OEMs und Maschinenhersteller, um den Entwicklungsaufwand bei der Integration von MCS-Technologie deutlich zu reduzieren. 

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Ein CEVA-Logistics-Container steht im Freien nahe Lagerhalle und Bergen.
(c) Ceva Logistics

CEVA Logistics hat einen neuen Seetransportservice für gebrauchte Lithium-Ionen-Batterien gestartet. Die seit März 2026 verfügbare Lösung – in Kooperation mit CMA CGM – richtet sich insbesondere an den Abtransport von Altbatterien aus Inselregionen nach Europa. 

Für den sicheren Transport nutzt CEVA ein Doppelcontainersystem mit speziellen Sicherheitsbehältern („Vaults“) und angepassten Containern mit bis zu 30 Tonnen Kapazität. Ziel ist es, Risiken wie thermische Reaktionen zu minimieren. 

Der Service schließt eine wichtige Lücke für Regionen ohne Recyclinginfrastruktur und unterstützt die Einhaltung von EU-Vorgaben. Er ist Teil eines umfassenden Reverse-Logistics-Ansatzes, der auch Abholung, Diagnose, Demontage und Weiterleitung an Recycling- oder Second-Life-Zentren umfasst. 

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