MAN, eHaul, RWTH Aachen, ecoro und DAF

IAA TRANSPORTATION Weekly | KW 04/2026

MAN, eHaul, RWTH Aachen, ecoro und DAF

News
Beitrag vom 21. Januar 2026

MAN Truck & Bus investiert fast eine Milliarde Euro für deutsche Standorte, das Forschungsprojekt eHaul hat die zweijährige Erprobungsphase der ersten vollautomatisierten Batteriewechselstation für schwere Elektro-Lkw in Europa erfolgreich abgeschlossen, die TH Köln, der RWTH Aachen und der Münchner Automatisierungsspezialisten Ecoro beschäftigt sich mit virtuellen Logistikspuren und DAF erweitert E-Lkw-Programm mit XG und XG⁺ Electric für den Fernverkehr  - das sind unsere Top News in Woche 4 des Jahres 2026. 

MAN Truck & Bus investiert fast eine Milliarde Euro für deutsche Standorte, das Forschungsprojekt eHaul hat die zweijährige Erprobungsphase der ersten vollautomatisierten Batteriewechselstation für schwere Elektro-Lkw in Europa erfolgreich abgeschlossen, die TH Köln, der RWTH Aachen und der Münchner Automatisierungsspezialisten Ecoro beschäftigt sich mit virtuellen Logistikspuren und DAF erweitert E-Lkw-Programm mit XG und XG⁺ Electric für den Fernverkehr  - das sind unsere Top News in Woche 4 des Jahres 2026. 

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Beitrag vom 21. Januar 2026
Modernes Bürogebäude mit Glasfassade und MAN Truck & Bus-Flaggen im Vordergrund.
(c) MAN Truck & Bus

MAN Truck & Bus investiert im Rahmen seines Zukunftsprogramms „MAN2030+“ bis Ende 2030 fast eine Milliarde Euro in seine deutschen Standorte. Ziel ist es, die Werke durch Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung zukunftsfähig zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. 

Ein Eckpunktepapier garantiert den Erhalt aller deutschen Standorte sowie eine Beschäftigungssicherung bis mindestens 2035, mit Option auf Verlängerung bis 2040. Parallel plant MAN ein umfangreiches Effizienzprogramm: Bis 2028 sollen rund 900 Millionen Euro eingespart werden, vor allem durch Material-, Sach- und Overhead-Kosten. 

Künftige Fahrzeuggenerationen auf Basis des TRATON Modular System sollen teilweise auch in Osteuropa entwickelt und produziert werden. Damit verbindet MAN ein klares Bekenntnis zu den deutschen Standorten mit einer internationalen Ausrichtung seiner nächsten Technologie- und Plattformgenerationen. 

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Elektro-Lkw in einer Testhalle, umgeben von technischer Ausrüstung und Schaltschänken.
(c) TU Berlin

Das Berliner Forschungsprojekt eHaul hat die zweijährige Erprobung der ersten vollautomatisierten Batteriewechselstation für schwere Elektro-Lkw in Europa erfolgreich abgeschlossen. Seit Ende 2023 war die Anlage im brandenburgischen Lübbenau mit zwei 40-Tonnern im realen Logistikbetrieb im Einsatz. Die Ergebnisse zeigen: Der vollautomatische Batterietausch dauert nur wenige Minuten und ist damit deutlich schneller als das Schnellladen, das bei schweren Lkw lange Standzeiten und sehr hohe Netzanschlüsse erfordert. 

Ein zentraler Vorteil des Konzepts ist die geringere Abhängigkeit von leistungsstarker Netzinfrastruktur, die vielerorts noch fehlt. Aufgrund der positiven Ergebnisse wurde die ursprünglich einjährige Praxisphase freiwillig um ein weiteres Jahr verlängert. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in das Folgeprojekt UniSwapHD ein, das mit europäischen Herstellern an standardisierten Wechselbatterien arbeitet und dafür die DIN SPEC 91533 entwickelt hat. 

Ziel der nächsten Entwicklungsstufe ist ein Batteriewechsel in unter fünf Minuten – schneller als viele Tankstopps. Künftig soll der Tausch von unten statt seitlich erfolgen, um Tempo, Zuverlässigkeit und Kompatibilität weiter zu steigern. Fortgeführt wird die Initiative von der ausgegründeten E▪HAUL GmbH. 

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Konzeptbild autonomer Lieferfahrzeuge an einem Logistikpunkt mit Personen und Fracht.
(c) ecorogmbh

Unter dem Projektnamen „ViDeLL“ (Virtual Dedicated Logistics Lanes) erforschen TH Köln, RWTH Aachen und der Automatisierungsspezialist Ecoro virtuelle Logistikspuren für automatisierte Lieferfahrzeuge. Statt baulich getrennter Fahrstreifen sollen bestimmte Straßenabschnitte zeitweise digital für autonome Logistikfahrzeuge reserviert werden – gesteuert über vernetzte Systeme, intelligente Markierungen und Sensorik. So lässt sich der Verkehrsraum flexibel an wechselnde Anforderungen anpassen, ohne teure Umbauten. 

Algorithmen sollen anhand von Echtzeitdaten entscheiden, wann und wo virtuelle Spuren aktiviert werden. Sensorik sichert die Interaktion zwischen autonomen Lieferfahrzeugen und dem übrigen Verkehr. Das Konzept richtet sich sowohl an urbane Endkunden- und Handelslogistik als auch an den Güterverkehr zwischen städtischen Produktionsstandorten. Parallel prüfen die Partner rechtliche und sicherheitsrelevante Fragen für eine spätere Einführung. 

Teil des Konsortiums ist das Start-up Ecoro mit autonomen E-Shuttles für den Gütertransport, die künftig auf solchen virtuellen Spuren fahren könnten. Ergänzend verweist das Konsortium auf frühere Erfolge wie das Projekt „BEV Goes eHighway – BEE“, in dem batterieelektrische Lkw mit Stromabnehmern für Oberleitungen ausgerüstet und im öffentlichen Verkehr über 10.000 Kilometer erprobt wurden – mit dem Ziel, Batteriegrößen zu reduzieren und Ladeinfrastruktur effizienter zu nutzen. 

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Zwei elektrische DAF-Lkw fahren auf einer Kurve, im Hintergrund stehen Bäume.
(c) DAF

DAF Trucks erweitert sein Elektro-Portfolio um die Fernverkehrsmodelle XG Electric und XG⁺ Electric. Damit will der niederländische Hersteller batterieelektrische Lösungen nicht mehr nur für den urbanen und regionalen Verkehr, sondern auch für den nationalen und internationalen Fernverkehr anbieten. 

Die neuen Modelle nutzen die gleiche Plattform wie der XF Electric, der zusammen mit dem XD Electric als „International Truck of the Year 2026“ ausgezeichnet wurde. Angetrieben werden sie vom PACCAR EX-D2-Motor mit 270 bis 350 kW Leistung und bis zu 2.400 Nm Drehmoment in Kombination mit einem integrierten 3-Gang-Getriebe. 

Je nach Konfiguration sollen Reichweiten von über 500 Kilometern möglich sein. Modulare Batteriesysteme mit drei bis fünf Packs erlauben eine flexible Anpassung an den Einsatz. Mit entsprechender Lade- und Routenplanung sind laut DAF sogar Tagesdistanzen von mehr als 1.000 Kilometern denkbar. 

XG und XG⁺ Electric sind als 4×2-Sattelzugmaschinen und als 6×2-Version mit gelenkter Nachlaufachse erhältlich. Sie setzen auf kobalt- und nickelfreie LFP-Batterien, die thermisch stabil sind und tägliches Laden erlauben. Eine Variante mit drei Batteriepacks lädt von 10 auf 80 Prozent in rund 45 Minuten. Die Serienproduktion ist geplant, konkrete Marktstarttermine nannte DAF noch nicht. 

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