
Was bedeutet der IAA TRANSPORTATION Slogan „We Deliver“ für Sie?
„We Deliver“ bedeutet für uns, dass sich unser Anspruch im Arbeitsalltag unserer Kunden bewähren muss. Ein Nutzfahrzeug muss seine Transportaufgabe zuverlässig und wirtschaftlich erfüllen. Deshalb denken wir nicht nur an den Antrieb, sondern ebenso an Nutzlast, Energieeffizienz, Sicherheit, Ersatzteile und Service. Wir wollen Flotten dabei unterstützen, Emissionen zu reduzieren, ohne ihre betriebliche Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Entscheidend sind nachvollziehbare Ergebnisse im jeweiligen Einsatz – nicht pauschale Versprechen.
Was erhoffen Sie sich von der IAA TRANSPORTATION 2026 und worauf freuen Sie sich am meisten?
Unsere erste Teilnahme an der IAA TRANSPORTATION ist ein wichtiger Schritt in unserer langfristigen europäischen Entwicklung. Wir möchten Farizon bekannter machen und vor allem fundierte Gespräche mit Flottenbetreibern und Partnern führen. Am meisten freuen wir uns auf den direkten Austausch darüber, was Fahrzeuge im Alltag leisten müssen: auf welchen Strecken sie eingesetzt werden, welche Lasten sie transportieren und welche Lade- und Servicebedingungen erforderlich sind. Erfolg bedeutet für uns, konkrete technische und wirtschaftliche Rückmeldungen mitzunehmen und Beziehungen aufzubauen, die über die Messe hinaus Bestand haben.
Welches Thema werden Sie auf der IAA TRANSPORTATION 2026 vorstellen?
Wir zeigen drei sich ergänzende Produktperspektiven. Der vollelektrische Homtruck feiert seine Europa-Premiere und steht für anspruchsvolle Aufgaben im schweren Transport und Fernverkehr. Beim Farizon SV geben wir eine Vorschau auf das kommende Modelljahr mit geplanten Fortschritten bei Batterie, Motor und Allradfähigkeit. Der V7E richtet sich an urbane Lieferverkehre und die letzte Meile, bei denen nutzbarer Laderaum, einfaches Beladen und Effizienz zählen.
Gemeinsam zeigen die Fahrzeuge, warum unterschiedliche Transportaufgaben unterschiedliche Lösungen brauchen. Die Homtruck-Premiere ist noch kein bestätigter europäischer Verkaufsstart; beim SV handelt es sich um eine Vorschau. Finale Spezifikationen und Verfügbarkeit werden gesondert bekannt gegeben.
In welchem Bereich des Transport- und Logistiksektors sehen Sie das größte Potenzial und wo den größten Aufholbedarf?
Das größte Potenzial sehen wir darin, die Elektrifizierung stark genutzter gewerblicher Fahrzeuge konsequent mit deren tatsächlichen Transportaufgaben zu verbinden. Das reicht von urbaner Zustellung bis zum schweren Güterverkehr. Dabei zählt nicht eine einzelne Kennzahl, sondern das Zusammenspiel von Route, Nutzlast, Energiebedarf und Betriebskosten.
Den größten Handlungsbedarf sehen wir darin, diesen Ansatz durchgängig umzusetzen: Fahrzeugtechnik, Ladebedingungen, Finanzierung und lokale Betreuung müssen zusammenpassen. Der Umstieg wird für einen Betrieb erst dann tragfähig, wenn auch Ersatzteilversorgung, Service und die Wirtschaftlichkeit im konkreten Einsatz berücksichtigt sind.
Die IAA TRANSPORTATION ist die führende globale Leitplattform für Nutzfahrzeuge, Transport und Logistik. Sie bringt Innovatoren aus sämtlichen Spektren der Mobilität zusammen. Mit wem wollen Sie sich im kommenden September vernetzen und warum?
Wir suchen vor allem den Austausch mit Flottenbetreibern, Logistikunternehmen sowie potenziellen Vertriebs- und Servicepartnern. Bei schweren Nutzfahrzeugen sind für uns insbesondere die Erfahrungen von Betreibern anspruchsvoller regionaler und Fernverkehrsrouten wertvoll. Ihre Kenntnisse zu Strecken, Auslastung und Infrastruktur helfen dabei, Fahrzeuge und Betreuung an realen Anforderungen auszurichten. Mit lokalen Marktpartnern wollen wir die Voraussetzungen für verlässlichen Vertrieb, Teileversorgung und Service weiterentwickeln. Auch der Dialog mit Politik und Medien ist wichtig. Unser Ziel sind langfristige Beziehungen, die technisches Verständnis und Vertrauen schaffen – nicht nur Kontakte für die Dauer der Messe.
Der Wandel im Transport- und Logistiksektor hin zu nachhaltigen Lösungen ist groß. Was ist Ihre Vision der Transport- und Logistikbranche in 10 Jahren?
Meine Vision ist eine Transportbranche, in der emissionsärmere Fahrzeuge selbstverständlich Teil eines wirtschaftlich tragfähigen Betriebs sind. Flotten sollten für unterschiedliche Routen und Lasten passende Fahrzeuge auswählen können und sich auf Ladebedingungen, Ersatzteilversorgung und Service verlassen können. Nachhaltigkeit umfasst dabei den gesamten Lebenszyklus: Herstellung, Transport, Energieversorgung, Nutzung und das Ende des Fahrzeuglebens. Farizon möchte dazu mit effizienten, langlebigen Nutzfahrzeugen und einer dauerhaften lokalen Präsenz beitragen. Entscheidend ist für mich, dass weniger Emissionen, hohe Fahrzeugverfügbarkeit und betriebliche Produktivität gemeinsam gedacht werden.
Wie verändert KI Ihr Unternehmen?
Unser Maßstab für intelligente Technologie ist ihr praktischer Nutzen: Sie soll Energieeffizienz, Sicherheit und Fahrzeugverfügbarkeit verbessern. Farizon arbeitet unter anderem an intelligenter Energiesteuerung und Fahrerassistenz. Die konkreten Funktionen hängen von Modell, Konfiguration und Markt ab. Fahrerassistenz ist dabei nicht mit fahrerlosem Betrieb gleichzusetzen.
Was ist die eine Botschaft, die Sie der Branche auf der IAA TRANSPORTATION 2026 mitgeben möchten?
Die Transformation muss im Arbeitsalltag funktionieren. Weniger Emissionen und wirtschaftlicher Transport dürfen nicht als Gegensätze gedacht werden. Dafür braucht es Fahrzeuge, die zur jeweiligen Aufgabe passen, sowie verlässliche lokale Unterstützung über ihre Nutzungsdauer. Genau diesen Ansatz verfolgt Farizon. Wir laden Flottenbetreiber und Partner ein, uns an nachvollziehbaren Kriterien wie Sicherheit, Energieeffizienz, Nutzbarkeit und Service zu messen. Vertrauen entsteht durch Ergebnisse – nicht allein durch Ankündigungen.