







SuperPanther startet Serienproduktion des Elektro-Lkw eTopas 600 in Österreich
Bild: (c) DHL
Der chinesische Nutzfahrzeughersteller SuperPanther hat die Serienproduktion seines Elektro-Lkw eTopas 600 bei Steyr Automotive in Österreich gestartet. Ende Juli lief die erste seriengefertigte 4×2-Sattelzugmaschine vom Band. Gleichzeitig wurden die ersten Fahrzeuge an Kunden übergeben und damit der kommerzielle Einsatz des Elektro-Lkw in mehreren europäischen Märkten eingeläutet.
Der chinesische Nutzfahrzeughersteller SuperPanther hat die Serienproduktion seines Elektro-Lkw eTopas 600 bei Steyr Automotive in Österreich gestartet. Ende Juli lief die erste seriengefertigte 4×2-Sattelzugmaschine vom Band. Gleichzeitig wurden die ersten Fahrzeuge an Kunden übergeben und damit der kommerzielle Einsatz des Elektro-Lkw in mehreren europäischen Märkten eingeläutet.
Europäische Fertigung in Steyr
Der eTopas 600 wurde in China entwickelt, wird für den europäischen Markt jedoch im Rahmen einer Industriepartnerschaft mit Steyr Automotive in Österreich gefertigt. Vormontierte Module werden am Standort Steyr in die Endmontage integriert. Steyr Automotive übernimmt zudem die Inbetriebnahme und Qualitätsabnahme der Fahrzeuge.
SuperPanther liefert zentrale Komponenten wie die Zweimotor-Elektroachse, Hochvolt-Leistungselektronik und das Thermomanagement. Weitere Komponenten stammen von europäischen Zulieferern, darunter ZF, Schaeffler, Aumovio, Infineon, Michelin, Continental und Goodyear.
Die ersten Serienfahrzeuge gingen an DHL, den deutschen Transport- und Logistikdienstleister Gress, das österreichische Unternehmen Temmel sowie den Nutzfahrzeug-Serviceanbieter Lontex. Damit startet der kommerzielle Einsatz des eTopas 600 nach Unternehmensangaben in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Polen und Tschechien.

621-kWh-Batterie für rund 600 Kilometer Reichweite
Der eTopas 600 ist für ein Gesamtzuggewicht von 42 Tonnen ausgelegt und bringt ein Leergewicht von 10,8 Tonnen auf die Waage. Die Zweimotor-Elektroachse leistet dauerhaft 394 kW (536 PS), die Spitzenleistung beträgt 692 kW (941 PS).
Die Energie liefert eine 621 kWh große LFP-Batterie von CATL. Das 876-Volt-System soll bis zu 4.500 vollständige Ladezyklen ermöglichen. Für die Batterie gibt SuperPanther eine Lebensdauer von bis zu 1,2 Millionen Kilometern beziehungsweise acht Jahren an.
Unter realen europäischen Einsatzbedingungen mit unterschiedlicher Zuladung soll der Elektro-Lkw rund 600 Kilometer mit einer Batterieladung zurücklegen können, ohne den Energiespeicher vollständig zu entladen.
Praxistests mit durchschnittlich 0,94 kWh pro Kilometer
Seit März 2026 hat eine Kundentestflotte in Deutschland und Österreich laut SuperPanther mehr als 70.000 Kilometer im Realbetrieb absolviert. Über unterschiedliche Strecken, Nutzlasten und Einsatzprofile hinweg lag der durchschnittliche Energieverbrauch demnach bei rund 0,94 kWh pro Kilometer.
Eine softwaredefinierte Fahrzeugarchitektur koordiniert dabei Antrieb, Thermomanagement, Leistungselektronik und Energiemanagement. Das Thermomanagement mit Niedertemperatur-Wärmepumpe ist für Außentemperaturen zwischen minus 35 und plus 40 Grad Celsius ausgelegt.

Dual-Charging mit mehr als 600 kW
Eine Besonderheit des eTopas 600 ist das Ladesystem. Die Sattelzugmaschine verfügt auf beiden Fahrzeugseiten über CCS2-Anschlüsse und kann gleichzeitig mit zwei Ladepunkten verbunden werden.
Bei Praxistests erreichte das parallele Laden laut Hersteller eine Spitzenleistung von bis zu 646,7 kW, bei einer durchschnittlich stabilen Ladeleistung von 635 kW. Mit zwei geeigneten CCS2-Ladepunkten soll sich die Batterie dadurch in weniger als 38 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden lassen.
Für den europäischen Betrieb baut SuperPanther parallel seine Serviceinfrastruktur aus. Wartungs- und Reparaturleistungen sollen über das Alltrucks-Werkstattnetz inklusive 24/7-Pannendienst abgedeckt werden. Hinzu kommen Programme für Servicetechniker, Ersatzteillogistik und Ferndiagnose sowie drahtlose Softwareupdates.