







RWTH Aachen testet Elektrobus-Seilbahn-Vehikel: Zukunftsweisende urbane Mobilität
Bild: (c) RWTH Aachen
Forschende der U RWTH Aachen haben erfolgreich den ersten Prototypen eines kombinierten Elektrobus- und Seilbahnfahrzeugs getestet. Das sogenannte „upBUS“-System soll künftig die Vorteile autonomer Elektrofahrzeuge mit der Effizienz von Seilbahnen verbinden – und so eine völlig neue Form des öffentlichen Personennahverkehrs ermöglichen.
Forschende der U RWTH Aachen haben erfolgreich den ersten Prototypen eines kombinierten Elektrobus- und Seilbahnfahrzeugs getestet. Das sogenannte „upBUS“-System soll künftig die Vorteile autonomer Elektrofahrzeuge mit der Effizienz von Seilbahnen verbinden – und so eine völlig neue Form des öffentlichen Personennahverkehrs ermöglichen.
Idee und Funktionsprinzip
Im Kern des Forschungsprojekts „upBUS“ steht ein autonom fahrender Mini-Elektrobus, der als Passagierzelle gleichzeitig für den Straßenverkehr und für urbane Seilbahnstrecken genutzt werden kann. In der jüngsten Testphase wurde ein „Minimum Viable Product“ erprobt, in dessen Mittelpunkt der vollautomatische Kopplungsprozess steht: Innerhalb weniger Sekunden kann die Passagierzelle sich während der Fahrt zwischen dem Straßenfahrmodul und dem Seilbahn-System umhängen lassen.
Hierzu hatte das Projektteam ein reduziertes Seilbahn-Modell mit einem geführten Schlitten über rund 20 Meter aufgebaut, um den Übergang vom Straßen- in den Seilbahn-Modus und zurück realitätsnah zu testen. Wesentliches Ergebnis dieser ersten Phase ist, dass die automatische Kopplung funktioniert und wertvolle Daten für die Weiterentwicklung gewonnen werden konnten.

Technische Zusammenarbeit und Projektpartner
Das Forschungsprojekt ist darauf ausgerichtet, Verkehrssysteme zu entwickeln, die nahtlose Übergänge zwischen unterschiedlichen Verkehrsträgern ermöglichen und damit Störungen im öffentlichen Verkehr reduzieren helfen – etwa dort, wo klassische Buslinien an ihre Grenzen stoßen oder Seilbahnen eine Alternative zu konventioneller Infrastruktur bieten könnten.
Ausblick: Feldversuche und Pilotstrecke 2026
Auf Basis der gewonnenen technischen Erkenntnisse planen die Forschenden nun Feldversuche im Sommer 2026, bei denen die Kopplungstechnik in einem realen Maßstab demonstriert werden soll. Anschließend sieht ein Folgeprojekt vor, in der Gemeinde Simmerath (NRW) eine Pilotstrecke zu errichten und zu betreiben. Eine frühere Machbarkeitsanalyse hatte dort bereits positive Ergebnisse sowohl in technischer als auch naturschutzfachlicher Hinsicht ergeben.