







Podcast | Staffel 2
Episode 15
In der fünfzehnten Episode der zweiten Staffel des IAA TRANSPORTATION PODCAST begrüßen wir Markus Bach, CEO von chargecloud, zum Interview.
In der neuen Episode der zweiten Staffel des IAA TRANSPORTATION PODCAST begrüßen wir Markus Bach, CEO von chargecloud. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur für E-Lkw weit mehr braucht als Ladesäulen und hohe Ladeleistungen – und welche zentrale Rolle Software dabei spielt, das komplexe Zusammenspiel aus Fahrzeugen, Ladepunkten, Energie, Routenplanung und Abrechnung zuverlässig zu steuern.
Markus Bach gibt spannende Einblicke in die komplexen Prozesse hinter einem Ladevorgang. Denn im Hintergrund arbeiten zahlreiche Akteure und Systeme zusammen – von Ladestationsbetreibern und E-Mobility-Providern über Roaming-Plattformen und Zahlungsdienstleister bis hin zu Energie- und Softwaresystemen. Gerade beim E-Lkw kommen mit Disposition, Routenplanung und Transportmanagement weitere Anforderungen hinzu. Entscheidend ist, diese Komplexität so zu orchestrieren, dass Flotten zuverlässig betrieben werden können.

Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, wie sich das Laden elektrischer Lkw in den täglichen Transportbetrieb integrieren lässt. Disponenten benötigen dafür Live-Daten zum Ladezustand der Fahrzeuge, zur Verfügbarkeit von Ladepunkten und zur tatsächlich verfügbaren Ladeleistung. Gleichzeitig müssen Ladezeiten, Lieferfenster sowie Lenk- und Ruhezeiten berücksichtigt und Ladeslots zuverlässig reserviert werden. Software wird damit zum entscheidenden Bindeglied zwischen Ladeinfrastruktur und Logistikprozessen.
Wir sprechen außerdem über die technologischen Voraussetzungen für den weiteren Hochlauf von E-Lkw. Technologien wie Megawatt Charging (MCS) sind bereits vorhanden, doch Netzanschlusskapazitäten und der Ausbau der Ladeparks bleiben zentrale Herausforderungen.
Darüber hinaus geht es um Standards, Datenqualität und Interoperabilität. Damit E-Lkw europaweit zuverlässig laden können, reichen Informationen über Standort und Verfügbarkeit eines Ladepunkts nicht aus. Für die Routenplanung müssen beispielsweise auch Parkplatzlänge und -breite, Höhe, Bodentragfähigkeit und die Befahrbarkeit mit Anhänger bekannt sein. Gleichzeitig braucht es interoperable Reservierungs- und Buchungssysteme, damit Fahrer sicher sein können, zum geplanten Zeitpunkt einen geeigneten Ladepunkt nutzen zu können.
Auch gemeinsam genutzte Ladeinfrastruktur steht im Fokus. Gerade für Logistikunternehmen, die zunächst nur mit wenigen E-Lkw starten, kann das Teilen vorhandener Depotinfrastruktur helfen, deren Auslastung zu erhöhen und Kosten zu senken. Entscheidend für die Skalierung bleibt jedoch das Zusammenspiel aus ausreichender Ladeinfrastruktur, verlässlichen operativen Prozessen, hoher Datenqualität und einer Software, die die verschiedenen Systeme miteinander verbindet.
Mit Blick auf die IAA TRANSPORTATION 2026 macht Markus Bach deshalb deutlich: Truck Charging ist kein reines Hardware-Thema. Die Software im Hintergrund verbindet Planung, Reservierung, Energiemanagement und Abrechnung und macht das Laden damit planbar, steuerbar und skalierbar. Bis 2030 soll das Laden von E-Lkw aus seiner Sicht kein isolierter Sonderprozess mehr sein, sondern selbstverständlicher Bestandteil einer digitalen und dynamischen Tourenplanung werden.
Der IAA TRANSPORTATION Podcast ist eine Produktion des Verbands der Automobilindustrie (VDA).
Ab sofort zu hören bei Spotify, Apple Podcasts, Audible und überall, wo es sonst noch Podcasts gibt.