







MAN startet Serienproduktion MCS-fähiger Elektro-Lkw
Bild: (c) MAN
MAN Truck & Bus hat die Serienproduktion seiner ersten Elektro-Lkw mit Megawatt Charging System (MCS) gestartet. Mit dem Produktionsbeginn im Werk München will MANr nach eigenen Angaben als erster europäischer Nutzfahrzeughersteller MCS-fähige eTrucks in die Serienfertigung bringen und damit den Hochlauf des neuen Schnellladestandards für batterieelektrische Lkw unterstützen.
MAN Truck & Bus hat die Serienproduktion seiner ersten Elektro-Lkw mit Megawatt Charging System (MCS) gestartet. Mit dem Produktionsbeginn im Werk München will MANr nach eigenen Angaben als erster europäischer Nutzfahrzeughersteller MCS-fähige eTrucks in die Serienfertigung bringen und damit den Hochlauf des neuen Schnellladestandards für batterieelektrische Lkw unterstützen.
Die ersten Fahrzeuge der Baureihen MAN eTGX und MAN eTGS werden schrittweise an Kunden in Belgien, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Spanien und Tschechien ausgeliefert. Ziel ist es, gemeinsam mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur die Einsatzmöglichkeiten batterieelektrischer Fernverkehrs-Lkw weiter zu verbessern.

Bis zu 750 kW Ladeleistung
Mit dem Megawatt Charging System sollen die Fahrzeuge Ladeleistungen von bis zu 750 kW bei bis zu 1.000 Ampere und 750 Volt erreichen. Ein MAN eTGX oder eTGS mit sechs Batterien und einer Gesamtkapazität von 534 kWh soll sich per MCS innerhalb von weniger als 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden lassen. Bei Fahrzeugen mit sieben Batterien und 623 kWh soll derselbe Ladevorgang weniger als 40 Minuten dauern.
Durch die kürzeren Ladezeiten sollen die Fahrzeuge während der gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeitpausen nachgeladen werden können. Laut MAN sind mit Einzelreichweiten von bis zu 570 Kilometern und Zwischenladungen Tagesreichweiten von mehr als 1.000 Kilometern innerhalb derselben Arbeitszeit wie bei einem Diesel-Lkw möglich.

Vorbereitung auf den MCS-Rollout
Nach Angaben von MAN entwickelt sich das MCS-Ökosystem derzeit parallel bei Fahrzeugen, Ladeinfrastruktur und IT-Systemen. Der Hersteller arbeitet dafür mit verschiedenen Infrastrukturanbietern zusammen, um die Interoperabilität des neuen Standards sicherzustellen. Die Modelle eTGX und eTGS verfügen neben dem MCS-Anschluss vorne links optional über weitere CCS-Ladeanschlüsse an unterschiedlichen Fahrzeugpositionen, wodurch sich sowohl öffentliche als auch private Ladepunkte flexibler nutzen lassen.
Ergänzend bindet MAN verfügbare und geplante MCS-Standorte bereits in seine 360°-eMobility-Beratung ein. Über den Ladeservice MAN Charge&Go erhalten Kunden zudem Zugang zu europaweiten MCS- und CCS-Ladepunkten, die speziell für den Einsatz von Elektro-Lkw geprüft wurden.