







MAN zeigt als erster europäischer Nutzfahrzeughersteller bidirektionales Laden beim Lkw
Bild: (c) MAN Truck & Bus
Mit dem Forschungsprojekt SPIRIT‑E hebt MAN Truck & Bus die Elektrifizierung des Güterverkehrs auf ein neues Niveau. Erstmals hat der Nutzfahrzeughersteller MAN das bidirektionale Laden mit einem batterie-elektrischen MAN eTGX mit 480 kWh nutzbarer Energie unter realen Bedingungen öffentlich demonstriert.
Mit dem Forschungsprojekt SPIRIT‑E hebt MAN Truck & Bus die Elektrifizierung des Güterverkehrs auf ein neues Niveau. Erstmals hat der Nutzfahrzeughersteller MAN das bidirektionale Laden mit einem batterie-elektrischen MAN eTGX mit 480 kWh nutzbarer Energie unter realen Bedingungen öffentlich demonstriert.

Im praktischen Einsatz stehen drei Anwendungen im Fokus. Beim Vehicle‑to‑Site‑Ansatz (V2S) und beim Vehicle‑to‑Vehicle‑Ansatzes (V2V) nutzt ein Unternehmen den in der Lkw-Batterie gespeicherten Strom unmittelbar am eigenen Standort, um Lastspitzen zu vermeiden, den Eigenverbrauch von Photovoltaikstrom zu erhöhen oder Gebäudeinfrastruktur zu unterstützen.
Vehicle‑to-Grid (V2G) erweitert dieses Potenzial: Hier speist der eTruck Energie ins öffentliche Netz zurück – etwa in Zeiten hoher Strompreise oder zur Unterstützung der Netzstabilität.

MAN ist damit nach eigenen Angaben der erste Hersteller im Nutzfahrzeugsektor, der bidirektionale Fahrzeugtechnik im Rahmen des Forschungsprojekts funktionsfähig demonstriert. Im Projekt SPIRIT‑E wurden demnach bereits reale Energieflüsse umgesetzt, darunter das nächtliche Versorgen eines Gebäudes durch eTrucks oder das Nachladen von Elektro-Autos aus dem Lkw-Speicher
SPIRIT‑E wird von einem breiten Konsortium getragen, das die gesamte Wertschöpfungskette von Fahrzeugtechnik über Energiewirtschaft bis hin zur Systemintegration abdeckt. Zu den Partnern gehören die Technische Universität München (TUM) als Konsortialführer, das Fraunhofer IEE, die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE), SBRS (Shell), TenneT, Hubject, Consolinno Energy sowie MAN Truck & Bus. Gemeinsam haben sie Lösungen entwickelt, die in einem Reallabor an einem Logistikstandort erprobt werden.