Kolumbien startet ersten emissionsfreien Güterverkehrskorridor des Landes
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Kolumbien hat gemeinsam mit Industriepartnern, dem Verkehrsministerium und der Initiative CALSTART/Drive to Zero den ersten emissionsfreien Güterverkehrskorridor des Landes vorgestellt. Das Projekt „Ruta-E: Clean Energy in Motion“ soll die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs beschleunigen und verbindet auf einer Strecke von 1.195 Kilometern die Hauptstadt Bogotá mit den Hafenstädten Barranquilla und Cartagena.
Kolumbien hat gemeinsam mit Industriepartnern, dem Verkehrsministerium und der Initiative CALSTART/Drive to Zero den ersten emissionsfreien Güterverkehrskorridor des Landes vorgestellt. Das Projekt „Ruta-E: Clean Energy in Motion“ soll die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs beschleunigen und verbindet auf einer Strecke von 1.195 Kilometern die Hauptstadt Bogotá mit den Hafenstädten Barranquilla und Cartagena.
Ziel der Initiative ist es, bis 2032 mehr als 1.000 Elektro-Lkw auf dem Korridor einzusetzen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem die Logistikunternehmen TCC und DHL, die Fahrzeughersteller BYD und Auteco Blue sowie Energie- und Infrastrukturpartner wie Andrade Oil, Entrapetrol und Voltrelli. Unterstützt wird das Projekt zudem von Branchenorganisationen wie LOGYCA und ACOMOVES.
Ein zentraler Bestandteil des Vorhabens ist der Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für schwere Elektro-Nutzfahrzeuge. Entlang der Route sollen Ladepunkte in einem Abstand von maximal 100 Kilometern entstehen. Die Standorte orientieren sich dabei an den von Logistikunternehmen identifizierten Hauptverkehrsachsen und Einsatzprofilen.

Nach Berechnungen der Projektpartner könnten Elektro-Lkw auf der Strecke bereits heute wirtschaftliche Vorteile gegenüber Diesel-Fahrzeugen bieten und Unternehmen gleichzeitig vor schwankenden Kraftstoffpreisen schützen. Bis 2032 soll der Korridor jährlich mehr als 185.000 Tonnen CO₂ einsparen. Dies entspricht den Emissionen von rund 40.000 Pkw.
Das Projekt ist Teil der internationalen Initiative „Global Green Road Corridors“, die den Aufbau emissionsfreier Transportkorridore weltweit vorantreibt. CALSTART und weitere Partner wollen dabei Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten nutzen, um Investitionsrisiken beim Aufbau von Ladeinfrastruktur zu reduzieren und die Markteinführung emissionsfreier Nutzfahrzeuge zu beschleunigen.
Unterstützt wird die Transformation des Güterverkehrs in Kolumbien durch umfangreiche staatliche Fördermaßnahmen. Dazu gehören Mehrwertsteuerbefreiungen, Steuervergünstigungen, beschleunigte Abschreibungsmöglichkeiten sowie reduzierte Gebühren für den Aufbau von Ladeinfrastruktur. Darüber hinaus gehört Kolumbien zu den Mitinitiatoren des globalen Memorandum of Understanding (Global MOU) für emissionsfreie schwere Nutzfahrzeuge, das inzwischen von 43 Staaten sowie zahlreichen Unternehmen und Organisationen unterstützt wird.
Mit Ruta-E etabliert Kolumbien einen der ersten groß angelegten Elektromobilitätskorridore für den Schwerlastverkehr in Lateinamerika. Das Projekt soll als Blaupause für weitere emissionsfreie Güterverkehrskorridore im Land und darüber hinaus dienen und die Dekarbonisierung des Transportsektors vorantreiben.