Auftakt der IAA TRANSPORTATION 2026: Das waren die Highlights am ersten Tag
Die IAA TRANSPORTATION 2026 in Hannover ist am heutigen Dienstag gestartet. Bereits der erste Veranstaltungstag bot ein vielfältiges Programm: Auf drei Bühnen diskutierten führende Köpfe aus Industrie, Technologie, Logistik und Politik über die Zukunft des Transports. Der Tag bei der IAA Conference stand dabei im Zeichen von diversen Keynotes. Hinzu konnten Besucher Test Drives, Networking Tours, die Showtruckmeile, Megawattladen-Demonstrationen und den 16. IAA India Day besuchen.
Auftakt der IAA TRANSPORTATION 2026: Das waren die Highlights am ersten Tag
Die IAA TRANSPORTATION 2026 in Hannover ist am heutigen Dienstag gestartet. Bereits der erste Veranstaltungstag bot ein vielfältiges Programm: Auf drei Bühnen diskutierten führende Köpfe aus Industrie, Technologie, Logistik und Politik über die Zukunft des Transports. Der Tag bei der IAA Conference stand dabei im Zeichen von diversen Keynotes. Hinzu konnten Besucher Test Drives, Networking Tours, die Showtruckmeile, Megawattladen-Demonstrationen und den 16. IAA India Day besuchen.
Feierliche Eröffnung und hochkarätiges Programm auf der Main Stage
Eröffnet wurde die IAA TRANSPORTATION 2026 am Vormittag offiziell von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies, Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay sowie VDA-Präsidentin Hildegard Müller.
VDA-Präsidentin Hildegard Müller betonte dabei: „Die Nutzfahrzeugindustrie steht für innovative Technologie, industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze – allein rund 140.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Gleichzeitig kommt ihr eine Schlüsselrolle auf dem Weg zur klimaneutralen und digitalen Mobilität der Zukunft zu: Knapp 30 Prozent der CO₂-Emissionen auf Europas Straßen werden durch den Schwerlastverkehr verursacht. Das Potenzial ist also enorm. Auf der IAA TRANSPORTATION zeigen die Aussteller in diesem Jahr, dass unsere Industrie geliefert hat: Die Produkte für die klimaneutrale Mobilität stehen bereit und sind einsatzfähig. Wir haben mit Investitionen und Innovationen die gesamte Bandbreite an technologischen Möglichkeiten entwickelt.“
Sie ergänzte: „Was jetzt fehlt, sind die richtigen Rahmenbedingungen für den notwendigen Hochlauf. Europaweit mangelt es noch immer an Lade- und Wasserstofftankinfrastruktur mit den begleitenden Energienetzen. Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist riesig. Dabei ist diese Infrastruktur die zwingend notwendige Voraussetzung dafür, dass unsere Produkte auch wirklich auf die Straße kommen.“
Weiter machte sie deutlich: „Netzanschlüsse für das Depotladen dauern vielerorts Jahre – die Stromnetze sind nicht ausreichend auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet. Das zeigt: Brüssel setzt ambitionierte Ziele, vernachlässigt aber die dafür notwendigen Rahmenbedingungen. Die Politik steht in der Bringschuld: Wir brauchen einen Infrastruktur-Turbo und eine realistische Bestandsaufnahme in Deutschland und Europa. Das EU-Review der CO₂-Flottenregulierung für die Nutzfahrzeuge muss dringend vorgezogen werden und Raum für notwendige Anpassungen und Flexibilisierungen schaffen. Die Industrie ist bereit: Sie hat innovative und klimafreundliche Lösungen entwickelt und steht für den weiteren Hochlauf bereit. Jetzt kommt es darauf an, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen – allen voran eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur mit den begleitenden Stromnetzen. Die drohenden Strafzahlungen sind hingegen das falsche Signal – sie gefährden Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung. Zudem gilt: Strafzahlungen für Probleme, die nicht von uns zu verantworten sind, lehnen wir ausdrücklich ab. Unsere Unternehmen brauchen Verlässlichkeit entlang der gesamten Investitionskette, damit die Transformation zum Erfolg für Wirtschaft, Klima und Gesellschaft wird.“
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger: „Die IAA TRANSPORTATION ist ein Schaufenster für Technologien und Innovationen sowie für Offenheit und Inspiration. Genau dafür steht die Nutzfahrzeugbranche und mit ihr auch die Logistikbranche. Ein zentraler Fokus liegt darauf, den Güterverkehr auf der Straße zu dekarbonisieren. So sind in Deutschland schon mehr als 120.000 elektrische Nutzfahrzeuge im täglichen Einsatz für Transportunternehmen, davon mehr als 14.000 mittlere und schwere Nutzfahrzeuge. Diese Umstellung unterstützen wir als Bundesverkehrsministerium, indem wir dafür sorgen, dass E-Fahrzeuge im Alltag verlässlich geladen werden können. Wir bauen entlang der Autobahnen für E-Lkw ein Schnellladenetz auf und starten an 124 unbewirtschafteten Rastanlagen die konkrete Umsetzungsphase. Doch wir setzen nicht nur auf eine einzelne Antriebstechnologie. Mit unserer Förderung werden wir mindestens 35 Wasserstofftankstellen umsetzen und die Anschaffung von rund 500 Nutzfahrzeugen unterstützen. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Logistikstandorts Deutschland und beschleunigt die Transformation des Straßengüterverkehrs hin zu klimafreundlichen Antrieben.“
Der Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Olaf Lies, betonte: „Die deutsche Nutzfahrzeugindustrie steht vor großen Herausforderungen: Der internationale Wettbewerb nimmt zu, Märkte verändern sich und die Transformation zu klimafreundlichen Antrieben verlangt erhebliche Investitionen. Die deutsche Nutzfahrzeugindustrie bleibt dabei ein wichtiger Player und ein zentraler Innovationstreiber für klimafreundliche Mobilität und moderne Logistik. Umso wichtiger ist, dass wir auf die Innovationskraft unserer Unternehmen und Beschäftigten vertrauen können.“
„Niedersachsen ist einer der führenden Nutzfahrzeugstandorte Europas. Die IAA TRANSPORTATION macht eindrucksvoll sichtbar, wie hier Zukunftstechnologien entwickelt werden, die Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und gute Arbeitsplätze auch für die kommenden Jahre sichern können. Heute kommt es mehr denn je darauf an, industrielle Wertschöpfung, gute Arbeitsplätze und Klimaschutz zusammenzudenken. Dafür ist die IAA der Showroom und ein internationales Aushängeschild für den Standort Deutschland“, so Lies weiter.
Belit Onay, Oberbürgermeister der Stadt Hannover, machte deutlich: „Die Automobilindustrie durchlebt keine einfache Phase und es bedarf Anstrengungen von vielerlei Seiten, um die Situation zu meistern. Die IAA TRANSPORTATION kommt zur rechten Zeit, da sie nicht nur Leistungsschau der Branche ist, sondern auch die maßgeblichen Akteurinnen und Akteure zum Dialog zusammenbringt. Die Messe zeigt Wege und Chancen und wir freuen uns, dass Hannover einmal mehr der Ausgangspunkt ist.“
Anschließend lud Hildegard Müller zum Eröffnungsrundgang und besuchte mit ihren Gästen die Stände von Bosch, Volkswagen Nutzfahrzeuge, MAHLE, MAN Truck & Bus, Schmitz Cargobull und ZF.
Im Anschluss richtet sich der Blick auf die zentralen Zukunftsfragen der Branche auf der IAA Conference, dem Konferenzprogramm der IAA TRANSPORTATION. Dan Priestley, Leiter bei Semi von Tesla eröffnet dabei in Halle 18 das Programm und stellt den Semi vor sowie gab einen Ausblick, wie der Hersteller seinen Elektro-Sattelschlepper Semi im kommenden Jahr nach Europa bringen will. Die Übergabe der ersten Fahrzeuge an europäische Kunden soll 2027 beginnen, wie der US-Autobauer auf der IAA TRANSPORTATION 2026 in Hannover mitteilte. Matthias Kässer, Leader Commercial Vehicles bei McKinsey & Company, sprach anschließend darüber, wie die europäisspche Lkw-Industrie angesichts emissionsfreier Antriebe, autonomer Fahrzeuge, künstlicher Intelligenz und neuer internationaler Wettbewerber ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern kann.
Im Anschluss richtet sich der Blick auf die zentralen Zukunftsfragen der Branche auf der IAA Conference, dem Konferenzprogramm der IAA TRANSPORTATION. Dan Priestley, Leiter bei Semi von Tesla eröffnet dabei in Halle 18 das Programm und stellt den Semi vor sowie gab einen Ausblick, wie der Hersteller seinen Elektro-Sattelschlepper Semi im kommenden Jahr nach Europa bringen will. Die Übergabe der ersten Fahrzeuge an europäische Kunden soll 2027 beginnen, wie der US-Autobauer auf der IAA TRANSPORTATION 2026 in Hannover mitteilte. Matthias Kässer, Leader Commercial Vehicles bei McKinsey & Company, sprach anschließend darüber, wie die europäisspche Lkw-Industrie angesichts emissionsfreier Antriebe, autonomer Fahrzeuge, künstlicher Intelligenz und neuer internationaler Wettbewerber ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern kann.
Anschließen diskutierten Vertreter von BCG, MAN Truck & Bus, DHL Group und TRATON Charging Solutions darüber, wie die Transformation zu elektrischen Nutzfahrzeugen in Europa beschleunigt werden kann. Im Mittelpunkt standen insbesondere der Ausbau der Ladeinfrastruktur, tragfähige Geschäftsmodelle und die Anforderungen der Flottenbetreiber.
Wie autonome Transportlogistik bereits heute in der Praxis funktioniert, zeigten Einride, Lidl und Schwarz Logistics Solutions am Beispiel der Warenbelieferung im Lebensmitteleinzelhandel. Dazu gaben u.a. Dr. Markus Heyn von Bosch und Jens Holtinger von der Volvo Group Einblicke in softwaredefinierte Nutzfahrzeuge, alternative Antriebe und die technologische Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Nutzfahrzeugindustrie.
Weitere Impulse kommen unter anderem von Martin Fischer, CEO von FORVIA und Markus Mildner, CEO von Siemens eMobility. Dazu diskutierten Christoph Herr von Ford, der Parlamentarische Staatssekretär Christian Hirte und ZF-CEO Mathias Miedreich über Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaziele im Nutzfahrzeugsektor. Ein weiterer Impuls kam außerdem von Arnd Franz, CEO und Vorsitzender der Konzern-Geschäftsführung bei MAHLE.
Am Nachmittag rücken die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs und das autonome Fahren erneut in den Fokus. Anja van Niersen, CEO von Milence, erläuterte die Voraussetzungen für den europaweiten Ausbau der Ladeinfrastruktur. Antoine Duclaux, CEO von Renault Trucks, zeigte, wie sein Unternehmen Elektro-Lkw bereits in eigenen Produktionsabläufen einsetzt. Volvo Autonomous Solutions, MAN Truck & Bus und Kodiak AI diskutierten zudem, weshalb autonomer Transport längst mehr als eine Zukunftsvision ist.
Auch die Industry Stage in Halle 13 bot am ersten Tag ein umfangreiches Programm. Zum Auftakt gab es um Ausblick auf den europäischen Lkw-Markt 2026 und neue Sensortechnologien für mehr Sicherheit im direkten Umfeld von Nutzfahrzeugen . Deloitte beleuchtet anschließend wie Elektrifizierung und Fahrermangel die Gesamtbetriebskosten von Flotten verändern.
Auch die Industry Stage in Halle 13 bot am ersten Tag ein umfangreiches Programm. Zum Auftakt gab es um Ausblick auf den europäischen Lkw-Markt 2026 und neue Sensortechnologien für mehr Sicherheit im direkten Umfeld von Nutzfahrzeugen . Deloitte beleuchtet anschließend wie Elektrifizierung und Fahrermangel die Gesamtbetriebskosten von Flotten verändern.
Am Nachmittag standen softwaredefinierte Lkw, KI-basierte Fahrzeugdiagnosen und automatisierte Transportlösungen im Mittelpunkt. Vertreter von Mercedes-Benz Trucks, Vodafone, digital.auto und Deloitte diskutierten über neue digitale Wertschöpfungsketten für gewerbliche Flotten. Bosch zeigte, wie künstliche Intelligenz vorausschauende Diagnosen ermöglicht und damit Ausfallzeiten reduzieren kann.
Dazu didskutierten Experten von Volvo Autonomous Solutions, Plus, Bosch und Kodiak AI über den Weg von Level-4-Technologien in den realen Betrieb. Den Abschluss bildet eine Gesprächsrunde zur grünen Logistik mit Porsche Consulting, Würth Industrie Service, DHL Group und MAN Truck & Bus. Dabei ging es um die Frage, wie emissionsfreier Güterverkehr von einzelnen Pilotprojekten in die breite industrielle Anwendung gebracht werden kann.
Innovationen auf der prototype.club Stage
Auf der prototype.club Stage in Halle 12 standen neue Technologien und junge Lösungsansätze im Fokus. Das Programm reichte von KI-gestützten Sicherheits- und Telematiklösungen über agentenbasierte Prozesse bis zu neuen elektrischen Antriebskonzepten.
Die Präsentationen beschäftigten sich mit elektrischen Antriebssträngen, Wasserstofftechnologien, intelligenten elektrischen Verbindungen und Axialflussmotoren für hybride Nutzfahrzeuge. Dazu präsentierten koreanische Technologieunternehmen ihre Innovationen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der prototype.club stellten zudem eine digitale Plattform vor, über die Testinfrastruktur europaweit angeboten und gebucht werden kann.
Internationaler Austausch beim IAA India Day
Von 16:00 bis 18:30 Uhr findet im Convention Center der 16. IAA India Day statt. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen des EU-Indien-Freihandelsabkommens auf Handel, Investitionen und industrielle Zusammenarbeit. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Industrie diskutieren Marktentwicklungen, regulatorische Rahmenbedingungen und technologische Trends.
Damit setzt bereits der erste Tag der IAA TRANSPORTATION 2026 starke inhaltliche Akzente: von Elektrifizierung und Ladeinfrastruktur über Software, KI und autonomes Fahren bis hin zu internationaler Zusammenarbeit und konkreten Lösungen für die Transportpraxis.

