







CATL stellt neues Doppelbatteriesystem für Elektro-Lkw und Batteriewechselstationen vor
Bild: (c) CATL
CATL hat ein neues Doppelbatteriesystem für schwere Elektro-Lkw vorgestellt, das die Reichweite und Wirtschaftlichkeit batterieelektrischer Nutzfahrzeuge verbessern soll.
Im Mittelpunkt der Neuentwicklung steht die sogenannte Dual-Electric Range Extension Battery. Anders als bei konventionellen Elektro-Lkw mit nur einem Batteriesystem soll die Lösung zwei voneinander unabhängige, aber aufeinander abgestimmte Batterien kombiniewn.
CATL hat ein neues Doppelbatteriesystem für schwere Elektro-Lkw vorgestellt, das die Reichweite und Wirtschaftlichkeit batterieelektrischer Nutzfahrzeuge verbessern soll.
Im Mittelpunkt der Neuentwicklung steht die sogenannte Dual-Electric Range Extension Battery. Anders als bei konventionellen Elektro-Lkw mit nur einem Batteriesystem soll die Lösung zwei voneinander unabhängige, aber aufeinander abgestimmte Batterien kombiniewn.

Als Hauptenergiespeicher dient eine standardisierte Wechselbatterie, die am Fahrzeugchassis montiert ist und mit dem QIJI-Batteriewechselnetz kompatibel bleiben soll. Ergänzt wird sie durch eine zusätzliche Batterie hinter dem Fahrerhaus. Diese verfügt in der aktuellen Ausführung über eine Kapazität von 77 kWh und soll eine Laderate von bis zu 3C unterstützen.
Das zusätzliche Batteriesystem soll bei Bedarf die Energieversorgung übernehmen und dadurch eine intensivere Nutzung der Hauptbatterie ermöglichen.
Nach Angaben von CATL lässt sich die nutzbare Entladetiefe der Hauptbatterie dadurch von bisher etwa 70 Prozent auf mehr als 95 Prozent erhöhen. Sinkt ihr Ladezustand unter fünf Prozent, soll die zusätzliche Batterie innerhalb von Millisekunden die Stromversorgung übernehmen. Dadurch soll der Antrieb ohne Unterbrechung weiterarbeiten können.
Modulare Batteriearchitektur ermöglicht flexible Fahrzeugkonfigurationen
CATL bezeichnet den Aufbau als sogenannte 1+X-Architektur. Dabei bleibt die standardisierte Hauptbatterie für den Einsatz im QIJI-Wechselnetz unverändert, während die zusätzliche Batterie an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden kann.
Je nach Einsatzgebiet sind Varianten mit besonders hoher Energiedichte, erhöhter Kältebeständigkeit oder hoher Leistungsabgabe vorgesehen. Beide Batteriesysteme können unabhängig voneinander weiterentwickelt und technisch aktualisiert werden.
Neue Wechselbatterien mit bis zu 513 kWh Kapazität
Parallel zur Doppelbatterietechnologie erweitert CATL sein QIJI-System um neue standardisierte Batteriegrößen für schwere Nutzfahrzeuge.
Neben dem bestehenden Batteriemodell 75# werden künftig die Varianten 260# mit 432 kWh und 300# mit 513 kWh angeboten. Damit soll das System unterschiedliche Fahrzeugklassen und Transportanforderungen abdecken.
Nach Herstellerangaben ermöglicht die QIJI-Technologie einen vollständigen Batteriewechsel innerhalb von fünf Minuten.
Zusätzlich hat QIJI ein Battery-as-a-Service-Modell eingeführt, bei dem Kunden für die netto geladene Energiemenge bezahlen. Dabei wird die durch Rekuperation zurückgewonnene Energie berücksichtigt, sodass diese nicht erneut als verbrauchte Energie berechnet wird.
Laut CATL können sich dadurch die batteriebasierten Mietkosten pro Kilowattstunde bei bestimmten Basistarifen um bis zu 20 Prozent reduzieren.
CATL plant 2.000 Batteriewechselstationen bis 2027
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der Batteriewechselinfrastruktur für schwere Elektro-Lkw in China.
Bis Ende 2026 plant CATL die Errichtung von insgesamt 900 Batteriewechselstationen. Bereits 2027 soll das Netzwerk auf 2.000 Standorte wachsen. Langfristig strebt das Unternehmen gemeinsam mit seinen Partnern ein landesweites Netz mit 10.000 Stationen an.
Die Stationen sollen insbesondere entlang wichtiger Güterverkehrskorridore entstehen. Durch ein standardisiertes Batteriesystem und zentral gesteuerte Ladevorgänge will CATL die Standzeiten elektrischer Nutzfahrzeuge verkürzen und die vorhandenen Stromnetzkapazitäten effizienter nutzen.
Das Unternehmen verfolgt dabei einen kooperativen Ansatz, bei dem Fahrzeughersteller, Finanzdienstleister, Versicherungen und Infrastrukturbetreiber gemeinsam am Aufbau des Batteriewechselnetzes beteiligt werden.
Vereinbarungen über 13.000 Einheiten unterzeichnet
Außerdem gab CATL bekannt, Vereinbarungen über insgesamt 13.000 Einheiten abgeschlossen zu haben. Welche konkreten Fahrzeug- oder Batterievarianten diese Vereinbarungen umfassen und wann die Auslieferungen erfolgen sollen, wurde nicht näher erläutert.
Zusätzlich stellte CATL weitere Batteriesysteme für schwere Nutzfahrzeuge vor. Dazu gehören besonders leichte und flache Batterien zur Montage hinter dem Fahrerhaus sowie chassisintegrierte Lösungen für den Kurz- und Langstreckenverkehr.
Mit der Kombination aus standardisierten Wechselbatterien, zusätzlichen Energiespeichern und einem wachsenden Stationsnetz will CATL den Einsatz batterieelektrischer Lkw in weiteren Transportsegmenten ermöglichen.