







Batteriewechsel für Lkw ist tragfähiges Konzept – Praxistest liefert eindeutige Ergebnisse
Das Berliner Forschungsprojekt eHaul hat die zweijährige Erprobungsphase der ersten vollautomatisierten Batteriewechselstation für schwere Elektro-Lkw in Europa erfolgreich abgeschlossen.
Das Berliner Forschungsprojekt eHaul hat die zweijährige Erprobungsphase der ersten vollautomatisierten Batteriewechselstation für schwere Elektro-Lkw in Europa erfolgreich abgeschlossen.

Seit Ende November 2023 war die Station im brandenburgischen Lübbenau im realen Logistikbetrieb mit zwei 40-Tonnen-E-Lkw im Einsatz. Die zentralen Erkenntnisse der Projektpartner sollen zeigen, dass der vollautomatisierte Wechsel von Batterien in wenigen Minuten möglich ist – und damit deutlich schneller als das klassische Schnellladen, das bei schweren Lkw lange Ladezeiten und sehr hohe Anschlussleistungen erfordert.
Ein wesentlicher Vorteil des Batteriewechsels ist es demnach, dass er nicht auf massive Netzanschlüsse angewiesen ist, die an vielen Orten noch fehlen.
Die Praxisphase war ursprünglich auf ein Jahr ausgelegt, wurde aber aufgrund des Erfolgs freiwillig um ein weiteres Jahr verlängert, um zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen. Diese Ergebnisse sollen nun direkt in das weiterführende Projekt UniSwapHD ein, das gemeinsam mit europäischen Lkw-Herstellern an standardisierten Batteriewechselsystemen arbeitet und eine entsprechende DIN-Spezifikation (DIN SPEC 91533) auf den Weg gebracht hat
Ein starkes Ziel der Weiterentwicklung ist .es, den Batteriewechsel mit künftigen Systemen in unter fünf Minuten durchzuführen – schneller, als viele herkömmliche Tankstopps dauern. Dazu soll künftig der Wechsel von unten statt seitlich erfolgen, was die Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Kompatibilität weiter verbessern soll. Die Projektinitiative wird nun von der ausgegründeten E▪HAUL GmbH weitergeführt.
